7 Tipps für den Dachausbau

Apr 23, 2020

7 Tipps für den Dachausbau

Bezahlbarer Wohnraum ist gefragt. Auch Hausbesitzer stehen vor der Frage, wie kann ich meiner Familie mehr Platz schaffen bzw. wie und wo zusätzlich vermieten? Neu bauen ist teuer, sodass ein Dachausbau oft die günstigere Variante ist. Doch wie gehen Sie solch ein Vorhaben am besten an? Hier sieben Tipps: 

Tipp Nr. 1: Lassen Sie Dachstuhl und Bodenraum prüfen 

Da der Dachstuhl im wahrsten Sinne des Wortes einiges zu ‚ertragen‘ hat, lassen sie ihn vor dem Ausbau vom Fachmann prüfen. Zusätzliche Dämmung, Fenster, und Schalungen verlangen ein intaktes Gebälk. Das Gleiche gilt, wenn Sie bei dieser Gelegenheit das Dach neu eindecken. Auch der Fußboden verlangt Aufmerksamkeit. Ist er in der Lage, eine größere Last aufzunehmen? Kann ich massiv oder nur trocken bauen? 

Tipp Nr. 2: Lesen Sie Vorschriften und lassen den Bau genehmigen

Welche Bauvorschriften und Richtlinien, beispielsweise der Energiesparverordnung (EnEV), habe ich einzuhalten? All das und noch mehr sind Fragen, die Sie sich vor dem Dachausbau beantworten sollten. Auch, inwieweit Um- und Ausbaumaßnahmen frei sind und welche die Bauaufsichtsbehörde genehmigen muss. Leisten Sie sich keine Versäumnisse, sonst drohen Bußgelder und im schlimmsten Fall der Rückbau!

Tipp Nr. 3: Beantragen Sie Fördergelder, sichern Sie sich eine günstige Finanzierung

Wie bei allem seht und fällt Ihr Dachausbau mit der Finanzierung. Ermitteln Sie zuerst Ihren Finanzbedarf und gehen dann zur Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Erkundigen Sie sich und beantragen das für Sie passende Förderprogramm für die Modernisierung von Wohnraum. Halten Sie zugleich Ausschau nach zinsgünstigen Bankkrediten. Vergleichen Sie diese am besten im Internet. 

Tipp Nr. 4: Entkernen Sie vorsichtig und gründlich 

Je gründlicher Sie den Dachboden entkernen, desto leichter fällt Ihnen späteres Arbeiten. Doch Vorsicht – altes Gerümpel, morsche Böden und Balken könnten Sie verletzen. Tragen Sie deshalb bitte feste Kleidung sowie Atemschutz und Brille, um sich vor Staub zu schützen. Beachten Sie ebenso, dass Sie keine tragenden bzw. unversehrte Bauteile beschädigen. Asbest müssen Sie übrigens von einem Fachunternehmen beseitigen lassen.

Tipp Nr. 5: Dämmen Sie richtig und bauen eine Dampfbremse ein 

Nehmen Sie Dämmarbeiten selbst vor, fragen Sie vorher einen Experten, welches Material für Ihr Dach das Richtige ist. Geizen Sie dabei bitte nicht an der falschen Stelle. Gutes Dämmmaterial spart im Winter Heizkosten. Billig kann im Nachhinein deshalb teuer werden. Vergessen Sie auch nicht, eine Dampfbremse einzuziehen. Sie hält die Dämmung zuverlässig trocken. 

Tipp Nr. 6: Bauen Sie große Fenster oder Gauben ein 

Werden Dachräume zu Wohnzwecken genutzt, sollte mehr als die Hälfte der Gesamtbreite mit Fenstern versehen sein. Bringen Sie diese zweckmäßig so an, dass sie unmittelbar oberhalb des Kniestockes beginnen und für eine gute Aussicht sowie Lichtdurchflutung sorgen. In kleinen Dachräumen empfiehlt es sich, Gauben anzubauen. So gewinnen sie Platz und erweitern den Wohnraum in der Höhe.

Tipp Nr. 7: Mit der Elektro- und Sanitärinstallation einen Fachbetrieb beauftragen

Liegen Gas, Wasser und Strom am Haus an bzw. sind in den unteren Etagen vorhanden, stellt deren Installation im Dachgeschoss kein Problem dar. Entsprechende Durchgänge können Sie in Eigenleistung schaffen, die Montage überlassen Sie aber besser darauf spezialisierten Firmen. Bedenken Sie: Pfusch am Bau kann Ihnen im Nachhinein teuer zu stehen kommen – im Brandfall droht sogar der Totalverlust.