Heimatmuseum Seckbach

von Mai 30, 2019Fachwerkhäuser, Frankfurt am Main0 Kommentare

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Eine beeindruckende Fachwerkregion in der goldenen Mitte Deutschlands

Die Deutsche Fachwerkstraße führt Sie zu den schönsten Fachwerkgebäuden Deutschlands. Sie wurde im Jahr 1990 ins Leben gerufen. Der Aufbau nahm seinen Anfang in Hessen, im Land der Gebrüder Grimm. Die hessische Regionalstrecke erstreckt sich von Hann. Münden nach Steinau an der Straße und führt durch eine abwechslungsreiche Fachwerkregion. Ein Abstecher nach Frankfurt lohnt sich, auch die Großstadt am Main kann mit einigen Fachwerkkostbarkeiten aufwarten.

Das Heimatmuseum Seckbach

Der Frankfurter Stadtteil Seckbach beherbergt ein besonderes Kleinod in Fachwerkbauweise. Es handelt sich um das ehemalige Pedellhaus der Neuen Schule, die heute Zentgrafenschule genannt wird. Das Fachwerkhaus befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur 1710 erbauten barocken Marienkirche und dem Lutherischen Schulhaus von 1709. Das Pedellhaus ist ein sehenswertes Beispiel für den in Seckbach an vielen Stellen anzutreffenden fränkischen Fachwerkstil. Im Jahr 2004 wurde im Pedellhaus ein Heimatmuseum eröffnet, das die historische Entwicklung des Frankfurter Stadtteils veranschaulicht. Das Heimatmuseum beherbergt eine Sammlung von Gemälden, Fotografien, Dokumenten und Tagebüchern aus dem Nachlass von Seckbacher Bürgern.

Das Heimatmuseum Bergen-Enkheim

Die Stadt Bergen-Enkheim wurde im Jahr 1977 von Frankfurt am Main eingemeindet. In der Markstraße steht das historische Rathaus, das Wahrzeichen des Ortes. Es ist eines der schönsten erhaltenen Beispiele für Fachwerk im Stil der bäuerlichen Spätrenaissance. Die Bauern erzielten die intensive rot-braune Färbung der Fachwerkbalken durch das Bestreichen des Holzes mit einer Lauge aus Ochsenblut, Sumpfkalk, Eisenoxid und Leinöl. Die Rezeptur war preisgünstig erhältlich und wurde traditionell für Fachwerk und Dielenböden verwendet. Das eindrucksvolle Gebäude stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Ursprünglich handelte es sich um eine Gerichts- und Markthalle. Um die Jahre 1520-1530 erfolgte eine Umnutzung. Aus der Gerichts- und Markthalle wurde ein Rathaus und im Zuge der Nutzungsänderung erhielt das gotische Erdgeschoss seinen bis heute erhaltenen Aufbau in Fachwerkbauweise. An der westlichen, partiell mit Schieferplatten verkleideten Fassade des Rathauses befindet sich ein Treppenturm mit einem kleinen Fachwerkaufsatz. Über diesen Turm erreichen Sie den Eingang zum Heimatmuseum.

Im Gewölbekeller können Sie sich über das Keltern von Apfelwein informieren. Im Erdgeschoss bestaunen Sie detailgetreue Schlachtennachbildungen. Eine beeindruckende Sammlung von Münzen, Waffen, Porzellan und Steingut zeigt das Heimatmuseum Bergen-Enkheim im Obergeschoss des Rathauses. Die Ausstellung umfasst Exponate von der Frühzeit bis ins 20. Jahrhundert.