Die Holzterrasse mit verschiedenen Verlegearten der Terrassendielen einzigartig gestalten

Eine Holzterrasse ist ein warmer und gemütlicher Ort der Ruhe und der Einkehr. Durch unterschiedliche Verlegemuster der Terrassendielen lässt sich das Erscheinungsbild der Terrasse nachhaltig beeinflussen. Es ist wichtig, sich mit den verschiedenen Mustern vertraut zu machen, um eine informierte Wahl zu treffen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie hierbei achten sollten.

Verlegemuster der Terrassendielen beeinflusst die Unterkonstruktion

Es ist wichtig, dass Sie sich bei einer Holzterrasse frühzeitig um das passende Verlegemuster der Terrassendielen kümmern. Denn die unterschiedlichen Verlegemuster verlangen unter anderem eine andere Unterkonstruktion, damit die einzelnen Dielen immer sicher befestigt werden können. Daher wird in der Regel die Unterkonstruktion passend zum gewählten Verlegemuster gebaut. Zudem muss dabei auch beachtet werden, dass die Unterkonstruktion ausreichend Luft lässt, damit die Terrassendielen auch von unten trocknen können. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Substanz der Terrassendielen durch die dauernde Feuchtigkeit nicht angegriffen wird und Sie somit lange Ihre neue Holzterrasse genießen können.

Aussehen und Statik beeinflussen sich gegenseitig deutlich

Die Unterkonstruktion ist auch aus Gründen der Statik wichtig. Denn abhängig von der Länge der Terrassendielen kann es notwendig sein, die Diele auch innerhalb ihrer vollen Länge zu stützen. Schließlich sollen sich die Dielen der Holzterrasse nicht durchbieten und somit zu einer Gefahr für Sie werden. Vor allem bei langen Dielen muss dies in jedem Fall beachtet werden. Wie groß die Abstände der Unterkonstruktion sein dürfen, hängt unter anderem auch von der Art des Holzes und der Dicke der Dielen ab. Je dünner und biegsamer die Dielen sind, umso enger muss die Unterkonstruktion der Holzterrasse konstruiert werden. Wer eher auf Kurzdielen setzt, wie sie in verschiedenen Verlegemustern zum Einsatz kommen, muss dies bei der Unterkonstruktion ebenfalls berücksichtigen. Hier ist die Statik allerdings einfacher zu berechnen, die Biegefähigkeit kürzerer Terrassendielen deutlich geringer ausfällt.

Holzterrasse: Unterschiedliche Verlegemuster für Terrassendielen und ihre Wirkung

Die Auswahl der Hölzer und auch deren Kombination spielt bei Holzterrassen eine enorm große Rolle. Allerdings sind es vor allem die Verlegemuster, welche das Aussehen der Terrasse später prägen. Diese können ruhig oder wild wirken, können die Terrasse geometrisch unterteilen oder auch wild durcheinanderlaufen.
Eines der klassischen Verlegemuster ist das Verlegen in Würfeln. Dabei werden die einzelnen Quadrate abwechselnd quer und längs verlegt, sodass sich ein großes Schachbrettmuster ergibt. Diese Variante eignet sich vor allem für sehr große Holzterrassen, da sich das Muster so besonders gut entfalten kann. Doch darüber hinaus gibt es noch viele weitere Verlegearten. Ein Fischgrät-Muster beispielsweise, welches unter anderem vom Parkett bekannt ist, kann eine Terrasse sehr individuell wirken lassen und bietet ein angenehmes Chaos bei gleichzeitiger Ordnung.

Das Kreuzmuster in seinen verschiedenen Varianten

Für kleinere Holzterrassen eignet sich unter anderem auch das Kreuzmuster sehr gut. Dies kann in verschiedenen Varianten verlegt werden. Klassisch mit einem Kreuz in der Mitte der Terrasse, welches durch unterschiedliche Holzarten und Farben deutlich wird. Oder in der komplexeren Variante, in der die sich immer weiter verjüngenden Terrassendielen diagonal beschnitten werden. Die zweite Variante ist deutlich aufwändiger und erfordert mehr handwerkliches Geschick, sieht dazu aber hervorragend aus und bringt den Boden durch die unterschiedlichen Farbtöne der zwei Holz-Arten besonders gut zur Geltung.

Schiffboden und Oxford-Muster

Beim Schiffboden und beim Oxford-Verlegemuster werden die Terrassendielen auf der Holzterrasse mit einem festen Versatz verlegt. Der Versatz fällt beim Schiffboden deutlich größer aus, weswegen sich dieses Muster auf den ersten Blick schwerer erkennen lässt. Beim Oxford-Muster hingegen ist die Haupt-Fläche der Terrasse in der Regel in einer einheitlichen Farbe und Holzart ausgeführt, während die Versatzstücke in anderer Farbe an den Rändern zu finden sind und in die gleichmäßige Fläche hineinragen.

Der altdeutsche Verband und der englische Verband

Der englische Verband ähnelt stark dem Oxford-Muster, führt dies aber noch regelmäßiger und einheitlicher vor. Auch hier ist ein zentrales Element in einem einheitlichen Holz verbaut, während an den Rändern kleine Leitern entstehen, wenn ein helleres Holz in den Verband hineinragt.
Der altdeutsche Verband arbeitet mit großen Flächen meist hellerer Holzsorten, welche regelmäßig und akkurat von dunklen Elementen unterbrochen werden.

Das Verlegemuster der Kassette

Die Kassette ist ein Verlegemuster, bei welchem kleine Quader aus Holzdielen mit andersfarbigen Terrassendielen umlaufen werden. So entstehen kleine Kassetten, welche sich durch ihre angenehme Einheitlichkeit auszeichnen. Auch das Kassetten-Muster eignet sich vor allem für größere Terrassen, da nur so die regelmäßigen Wiederholungen der Muster optimal zur Geltung gelangen.

Die Leiter

Die Leiter ist ein Verlegemuster, welches sich vor allem für schmale Terrassen sehr gut eignet. Hierbei werden in der Regel kürzere Terrassendielen eingesetzt, welche längs zur Tiefe der Terrasse verlaufen. Zwischen diesen Dielen werden andersfarbige Dielen quer zur Verlegerichtung eingesetzt, um für eine optische Abwechslung zu sorgen. Zudem verbessert sich die Statik der Terrasse durch dieses Muster, da die Kräfte beim Auftreten in unterschiedliche Richtungen gelenkt werden.

Die Ausrichtung der Verlegemuster kann die Holzterrasse optisch verändern

Neben den verschiedenen Verlegemustern spielt auch die Ausrichtung der Terrassendielen auf der Holzterrasse eine wichtige Rolle. Diese können quer zur Hauswand oder auch direkt auf diese zu gelegt werden. Dies kann die optische Größe der Terrasse deutlich beeinflussen. Bei der Wahl der Verlegerichtung sollten verschiedene Elemente berücksichtigt werden. Zum einen die Größe der Terrasse. So lassen sich beispielsweise schmale Terrassen optisch strecken, wenn die Verlegerichtung entsprechend angepasst wird. Aber auch die Größe des Gartens, die Umgebung und der Sonnenstand können hier eine Rolle spielen. Sich hier mit einem kompetenten Fachberater abzustimmen ist in jedem Fall sinnvoll. So können Sie durch die Verlegerichtung der Terrassendielen das Aussehen der Holzterrasse nachhaltig optimieren.

Holzterrasse: Der Rand sorgt für Abwechslung

Die Terrasse und ihre Gestaltung werden durch ihre Ränder nochmals deutlich verändert. Die wohl einfachste Variante ist die Kappung der Terrassendielen auf gleicher Länge und ein Abschleifen der Schnittkanten. Sehr häufig zu finden ist ein sogenannter Fries. Dabei handelt es sich um Dielen, die quer zur vorherrschenden Laufrichtung rund um die Terrasse verlegt werden und somit einen optischen Bruch an der Kante erzeugen. Dies sieht nicht nur elegant aus, sondern verleiht der Terrasse nochmals mehr Charakter. Alternativ können auch andere Baustoffe eingesetzt werden, um den Rand der Holzterrasse einzufassen. Eine moderne Alternative ist beispielsweise Edelstahl, klassisch kommt auch häufig Granit zum Einsatz. Der Kontrast der unterschiedlichen Elemente bringt die Farbe der Terrassendielen und deren Maserung nochmals deutlicher zur Geltung.

Holzterrasse: Verlegung durch den Profi wird dringend empfohlen!

Der Trend zum Heimwerkern macht auch vor Arbeiten an der eigenen Terrasse nicht Halt. Selbstverständlich ist es nachvollziehbar, dass Immobilienbesitzer auf diese Weise bei der Holzterrasse bares Geld sparen möchten. Doch nicht jeder verfügt über das notwendige Werkzeug und vor allem auch nicht über die handwerklichen Fähigkeiten, um eine Terrasse aus Holz selbst zu errichten. Vor allem, wenn man die lange Lebensdauer einer solchen Holzterrasse betrachtet, sollte man hier nicht am falschen Ende sparen. Wird die Terrasse von einem Profi geplant und umgesetzt, haben Sie in der Regel deutlich länger etwas von Ihren Terrassendielen. Durch die fachgerechte Behandlung der Hölzer und vor allem auch durch die passenden Abstände trocknen die Terrassendielen der Holzterrasse beispielsweise nach Regenschauern schneller ab und bleiben Ihnen somit viele Jahre länger erhalten. Daher ist der Rat in jedem Fall sich an einen Experten zu wenden, welcher Sie kompetent berät und die Terrasse nach Ihren Wünschen und Vorgaben aufbaut.