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Ertragsprognose

Die Ertragsprognose ist ein wesentlicher Bestandteil der Planung und Bewertung einer Photovoltaik-Anlage. Sie liefert eine SchĂ€tzung der Menge an elektrischer Energie, die das System ĂŒber einen bestimmten Zeitraum erzeugen kann. Dies ist von entscheidender Bedeutung, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts zu beurteilen, die potenziellen Einsparungen oder Einnahmen zu berechnen und die Amortisationszeit der Investition zu bestimmen.

Die Ertragsprognose fĂŒr eine Photovoltaik-Anlage hĂ€ngt von einer Reihe von Faktoren ab:

  1. Lokale Sonneneinstrahlung: Die Menge an Sonnenlicht, die in einer bestimmten Region verfĂŒgbar ist, ist der wichtigste Faktor fĂŒr die Leistung einer Photovoltaik-Anlage. Dies hĂ€ngt von geografischen und klimatischen Bedingungen ab, einschließlich der Breitengrad, der jahreszeitlichen Schwankungen, der durchschnittlichen Bewölkung und der Anzahl der Sonnenstunden pro Tag.
  2. Ausrichtung und Neigung der Solarmodule: Die Ausrichtung (Richtung, in die die Module zeigen) und die Neigung (Winkel in Bezug auf die Horizontale) der Solarmodule beeinflussen, wie viel Sonnenlicht sie im Laufe des Tages und des Jahres einfangen können. In der Regel ist in der Nordhalbkugel eine sĂŒdliche Ausrichtung und ein Winkel, der etwa gleich dem Breitengrad ist, optimal.
  3. GrĂ¶ĂŸe und Effizienz der Solarmodule: Die GesamtflĂ€che der Solarmodule und ihre Effizienz (d.h., wie viel der einfallenden Sonnenenergie sie in elektrische Energie umwandeln können) bestimmen die Menge der produzierten Energie.
  4. Verschattung: Objekte, die die Solarmodule im Laufe des Tages oder des Jahres verschatten können, wie GebÀude, BÀume oder Berge, verringern die Menge des eingefangenen Sonnenlichts und daher die Energieproduktion.
  5. Systemverluste: Verluste können aufgrund von Wirkungsgraden von Wechselrichtern, Kabelverlusten, Alterung der Module und anderen technischen Faktoren auftreten.

Die Ertragsprognose kann mit speziellen Softwaretools berechnet werden, die all diese Faktoren berĂŒcksichtigen und eine jĂ€hrliche oder monatliche SchĂ€tzung der Energieproduktion liefern. Es ist zu beachten, dass die tatsĂ€chliche Energieproduktion aufgrund unvorhergesehener UmstĂ€nde (wie außergewöhnliches Wetter oder technische Probleme) von der Prognose abweichen kann.

Es ist auch wichtig zu bedenken, dass die Prognose normalerweise fĂŒr die anfĂ€ngliche Leistung der Anlage gemacht wird. Die Leistung der Photovoltaikmodule kann im Laufe der Zeit abnehmen, was als Degradation bezeichnet wird. Dies sollte in der Prognose der langfristigen EnergieertrĂ€ge berĂŒcksichtigt werden.