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Holzterrasse Ratgeber

Bohn Holzbau & Dachdeckerei
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Holz ist seit Jahrtausenden ein wesentlicher Bestandteil von Wohnbauten und hat bis heute nichts von seiner AttraktivitĂ€t verloren. Besonders gut macht es sich auch als VerbindungsstĂŒck zwischen Haus und Garten – nĂ€mlich als Material fĂŒr eine Terrasse.
Ob am Eigenheim oder am Ferienhaus, ob mit dazugehörigem Garten oder ohne – eine Holzterrasse sorgt als zusĂ€tzlicher Raum im Freien fĂŒr mehr LebensqualitĂ€t und schafft mit seiner natĂŒrlichen und warmen Ausstrahlung eine angenehme WohlfĂŒhlatmosphĂ€re, die Sie mit anderen Werkstoffen nicht oder nur schwerlich erreichen. DarĂŒber hinaus ist es bei richtigen Wahl sehr solide und pflegeleicht, heizt sich im Sommer unter Sonnenlicht nicht besonders stark auf und ist, wenn die OberflĂ€che eine Riffelung aufweist, auch bei NĂ€sse recht rutschfest.
Falls Sie nicht ĂŒber ein Haus oder ein Feriendomizil mit eigenem GrundstĂŒck verfĂŒgen, mĂŒssen Sie nicht unbedingt auf die angenehmen Eigenschaften von Holz im Außenbereich verzichten. Auch Balkone und Dachterrassen von Eigentumswohnungen bekommen mit Holz als Bodenbelag eine höchst individuelle Optik und Haptik.

Unser Ratgeber fĂŒr Holzterrassen hat das Ziel Sie ausfĂŒhrlich ĂŒber die Schritte fĂŒr die Planung und Errichtung
einer Holzterrasse zu informieren. Es gibt vieles zu beachten. Vor allem ist es aber wichtig, dass die AusfĂŒhrung der verschiedenen Arbeiten fachgerecht erledigt werden muss, damit Sie viele Jahre Freude an Ihrem „Sommerwohnzimmmer“ haben.

Sie können den Holzterrassen-Ratgeber wahlweise hier auf der Seite direkt lesen oder auch downloaden:

Die erste Überlegung: Fachbetrieb vs. Do-It-Yourself

Der Bau einer Holzterrasse ist ein anspruchsvolles Vorhaben, das fĂŒr den normalen Heimwerker alleine kaum zu stemmen ist. Wenn Sie frĂŒhzeitig einen Fachbetrieb einschalten, profitieren Sie von einer ausfĂŒhrlichen Beratung und können die gesamte Planung gemeinsam mit dem ausfĂŒhrenden Unternehmen in Angriff nehmen.
Modern arbeitende Handwerker nutzen ĂŒbrigens CAD-Systeme, mit denen Sie einen hohen Grad der Visualisierung erreichen, so dass Sie bereits vor dem ersten Schritt der AusfĂŒhrung ein klares Bild ĂŒber das spĂ€tere Ergebnis bekommen.

Die Planung Ihrer Holzterrasse

Die Errichtung einer Holzterrasse als Schnittstelle zwischen Haus und Garten soll Ihnen ĂŒber viele Jahre hinweg Freude bereiten und Ihr Freizeitleben erweitern. Dabei gibt es zahlreiche wichtige Punkte zu beachten, weshalb eine sorgfĂ€ltige Planung die erste Voraussetzung fĂŒr ein gutes Gelingen ist.

ZunĂ€chst einmal stellt sich die Frage nach der gewĂŒnschten bzw. möglichen GrĂ¶ĂŸe. Wenn Ihr GrundstĂŒck es zulĂ€sst, sollten Sie mindestens zwölf Quadratmeter fĂŒr Ihre Terrasse einplanen. Auf dieser FlĂ€che können bis zu acht Personen bequem um einen Tisch herum sitzen. Wenn Sie zusĂ€tzlich einen Grill, einen Sonnenschirm und eine Unterbringungsmöglichkeit fĂŒr Sitzpolster aufstellen wollen, rechnen Sie mit mindestens etwa 18 Quadratmetern. Mit einer langen Schnur oder einem Seil können Sie die voraussichtliche FlĂ€che auf Ihrem Rasen nachstellen, um sich ein genaueres Bild zu machen. In diesem Zusammenhang ist natĂŒrlich auch zu klĂ€ren, ĂŒber welches Budget Sie verfĂŒgen, um Ihren Terrassentraum zu verwirklichen, denn jeder Quadratmeter mehr schlĂ€gt bei Ihren Finanzen zu Buche.

Vielleicht möchten Sie die Holzterrasse zusĂ€tzlich teilweise oder ganz ĂŒberdachen. Dann sollte dieses Gewerk ebenfalls frĂŒhzeitig in die Planung mit einbezogen werden.

Was die handwerkliche AusfĂŒhrung der eigentlichen Holzterrasse betrifft, sind drei Faktoren entscheidend und zu bedenken: der richtige Unterbau, das richtige Holz und die richtige Verlegung. Nur wenn dies alles stimmig und einwandfrei ausgefĂŒhrt wird, können Sie sichergehen, dass Ihre Terrasse den wechselnden Witterungsbedingungen und einem möglichen SchĂ€dlingsbefall ĂŒber einen langen Zeitraum standhĂ€lt. Ein erfahrener Fachbetrieb, fĂŒr den der Holzterrassenbau zum AlltagsgeschĂ€ft gehört, ist da sicherlich die bessere Lösung als ein Bau in Eigenregie, da er ein großes Maß an Erfahrung und Know-how fĂŒr alle anstehenden Arbeiten mitbringt.

Die Ausrichtung der Holzterrasse

Ein wichtiger Punkt, den Sie bei der Planung berĂŒcksichtigen sollten, ist die Ausrichtung der Terrasse zum Haus und zum restlichen GrundstĂŒck. Ideal ist es natĂŒrlich, wenn Sie den Neubau eines Eigenheims ins Auge gefasst haben. Dann können Sie den Standort Ihrer Holzterrasse relativ frei wĂ€hlen. Bei der Renovierung einer vorhandenen Terrasse haben Sie diese Möglichkeit nicht.

Überdenken Sie vor der Festlegung, welche Vorlieben Sie haben und bringen Sie diese mit den baulichen Vorgaben und Gegebenheiten sowie der geplanten Gartengestaltung in Einklang. Falls Sie möglichst viel Sonnenschein auf der Terrasse genießen möchten, ist eine SĂŒdausrichtung die optimale Wahl. Allerdings hat auch eine Lage Richtung SĂŒdosten oder SĂŒdwesten ihre Reize.

Wenn Sie gerne draußen frĂŒhstĂŒcken, bekommen Sie bei einer SĂŒdostausrichtung bereits am frĂŒhen Morgen Sonnenlicht auf Ihren FrĂŒhstĂŒckstisch – ein angenehmer Start in den Tag. Sind Sie hingegen den ganzen Tag beruflich unterwegs und können erst am Abend Ihre Freizeit ausleben, bietet sich eine SĂŒdwestausrichtung an. In diesem Fall kommen Sie in den Genuss langer Abendstunden bis zum Sonnenuntergang und darĂŒber hinaus – ideal fĂŒr Grillabende und gepflegte Sommerpartys im Freien mit der Familie und guten Freunden.

Bleibt Ihnen keine andere Wahl als eine nördliche Ausrichtung, weil auch der Gartenteil Ihres GrundstĂŒcks nach Norden zeigt, sollten Sie sich vielleicht fĂŒr eine freistehende Holzterrasse entscheiden, die etwas weiter weg vom Haus und nicht in dessen Schatten liegt. Auch solch eine Lage kann durchaus ihre Reize haben und zu interessanten Lösungen fĂŒhren.

Ein kleiner Tipp: Wenn sich im Laufe der Bauzeit Ihres Hauses eine Gelegenheit ergibt, nehmen Sie ein paar GartenstĂŒhle und einen Tisch und probieren Sie alle Varianten aus, bevor Sie eine endgĂŒltige Entscheidung ĂŒber die Lage und Ausrichtung Ihrer Holzterrasse treffen.

Fachregeln fĂŒr das Zimmererhandwerk: „Balkone und Terrassen“

Terrassen aus Holz – aber auch Balkone – erfreuen sich bei Bauherren und Architekten gleichermaßen einer großen Beliebtheit. Damit jedoch die Dauerhaftigkeit des Holzes auf Dauer sichergestellt werden kann, sind sowohl bei der Planung, als auch bei der Herstellung und DurchfĂŒhrung von Baumaßnahmen bestimmte konstruktive Vorgaben einzuhalten.

Diese Vorgaben fĂŒr zuverlĂ€ssige Konstruktionen ohne den Einsatz von chemischen Holzschutzmitteln sind in der Fachregel 02 „Balkone und Terrassen“ in der neuesten Fassung vom Dezember 2020 ausgiebig beschrieben. Die Schrift liegt nur in gedruckter Form vor und kann im Internet bestellt werden. Als Herausgeber fungiert „Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes“.

Die Fachregeln wurden gegenĂŒber der letzten Fassung von 2008 vollstĂ€ndig ĂŒberarbeitet und auf die derzeit gĂŒltigen Normenwerke aktualisiert. Das gilt vor allem fĂŒr die Norm DIN 68800. Außerdem wurde dabei auf die bisherige Schutzklasseneinteilung verzichtet und stattdessen eine Gebrauchsklasseneinteilung vorgenommen, die sich an die Norm DIN 68800-1:2011-10 anlehnt. Hintergrund fĂŒr die Abfassung des Leitfadens ist die Bereitstellung von Informationen fĂŒr eine fachgerechte Planung und AusfĂŒhrung von Balkonen und Terrassen in Holzbauweise.

In den Fachregeln sind diejenigen Erfahrungen und das Wissen des Zimmererhandwerks kompakt zusammengefasst, die im Zusammenhang mit der Verwendung von Hölzern in Außenbereichen vorliegen. DarĂŒber hinaus enthĂ€lt die Schrift weitere Anforderungen, die zu beachten sind.

Nutzungs- und Schutzklassen fĂŒr Holzterrassen

Nach der Norm DIN 1052 sind Balkone und Terrassen aus Holz als tragende Konstruktionen zu bemessen. Dies erfordert eine Einordnung der tragenden Komponenten in Nutzungsklassen (NKL), um deren Gebrauchstauglichkeit und TragfĂ€higkeit nachweisen zu können. Weiterhin wurden durch die Fachregeln Schutzklassen (SKL) in einem vierstufigen System eingefĂŒhrt. Diese lehnen sich an die Empfehlungen der DIN 1074 zur Dauerhaftigkeit von HolzbrĂŒcken an. Das System der Schutzklassen unternimmt eine Einteilung von Bauteilen und BauteilanschlĂŒssen je nach der AbhĂ€ngigkeit der baulich konstruktiven Ausbildung wie folgt vor:

  • Schutzklasse 1: geschĂŒtzte Bauteile
  • Schutzklasse 2: abgedeckte, ungeschĂŒtze Bauteile
  • Schutzklasse 3: nicht abgedeckte, ungeschĂŒtzte Bauteile
  • Schutzklasse 4: Verschleißbauteile

 

Im Detail werden fĂŒr die Einteilung und Zuordnung in die einzelnen Schutzklassen Faktoren wie die Einwirkung von WitterungseinflĂŒssen, die Lage und die Ausrichtung berĂŒcksichtigt, außerdem die Resistenz verwendeter Holzarten sowie konstruktive Schutzmaßnahmen. Demnach gilt die SKL 1 fĂŒr Komponenten, die keiner direkten Bewitterung ausgesetzt sind. Zur SKL 2 und SKL 3 gehören Bauteile mit direkter Bewitterung, wobei die Komponenten der SKL durch Abdeckungen und andere Maßnahmen vor einer dauerhaften Einwirkung von Wasser und Feuchtigkeit geschĂŒtzt werden mĂŒssen. In die SKL 4 gehören Verschleißteile, die regelmĂ€ĂŸig erneuert werden mĂŒssen, zum Beispiel HandlĂ€ufe.

Bei der Einordnung in die Schutzklassen werden jedoch nicht nur die konstruktiven Merkmale von Bauteilen und AnschlĂŒssen berĂŒcksichtigt, sondern auch die jeweils passenden Holzarten und -werkstoffe. So ist fĂŒr tragende und nichttragende Baukomponenten in den Schutzklassen 1 bis 4 die Nutzung von Hölzern wie Douglasie, LĂ€rche und Eiche vorgesehen. FĂŒr BelĂ€ge der Schutzklassen 1 bis 4 kommen gewöhnlich Bangkirai, Afzelia, Bongossi, Robinie, Teak, Eiche, LĂ€rche, Douglasie und Kiefer (nicht fĂŒr SKL 3) zum Einsatz. Fichte, Kiefer und Tanne schließlich dĂŒrfen nicht ohne Vorbehandlung in der Schutzklasse 3 verwendet werden.

FĂŒr einen Laien sind die Fachregeln eine komplizierte und wahrscheinlich recht unĂŒbersichtliche Materie. FĂŒr professionelle Planer, Architekten und ausfĂŒhrende Handwerksbetriebe hingegen stellen sie eine reiche Quelle fĂŒr Informationen und Handlungsanweisungen dar.

Voraussetzungen fĂŒr eine gelungene Holzterrasse

Perfekt und sicher ausgelegt fĂŒr eine lange Lebensdauer wird Ihre Holzterrasse nur, wenn folgende Aspekte berĂŒcksichtigt und handwerklich einwandfrei ausgefĂŒhrt werden:

  • der richtige Unterbau
  • das richtige Holz
  • die richtige Verlegung

 

Nach der Fertigstellung kommt dann noch ein vierter Punkt hinzu, und zwar die richtige regelmĂ€ĂŸige Pflege, die Sie zwar auch einem Fachbetrieb ĂŒberlassen können, in der Regel aber wohl selbst durchfĂŒhren werden. In den nĂ€chsten Abschnitten zeigen wir auf, wie die genannten Arbeiten ablaufen und durchgefĂŒhrt werden mĂŒssen, damit Sie viele Jahre Freude an Ihrer Holzterrasse haben und den zugewonnenen Außenraum als kleine Freizeitoase in der warmen Jahreszeit optimal nutzen können.

 

Der richtige Unterbau fĂŒr Ihre Holzterrasse

Wie bei einem GebĂ€ude ist das Fundament oder der Unterbau ein wesentlicher Bestandteil einer Holzterrasse, denn er trĂ€gt das gesamte Gewicht und leistet damit einen entscheidenden Betrag zur StabilitĂ€t und zu ihrer Lebensdauer. Zudem sorgt er – fachgerecht ausgefĂŒhrt – fĂŒr den Abfluss von NiederschlĂ€gen, fĂŒr eine gute Luftzirkulation unterhalb der Dielen und fĂŒr eine Pufferzone zwischen Holz und Erdboden.

Ein sicherer Abfluss von NiederschlĂ€gen wie Regen und tauendem Schnee lĂ€sst diese im Erdboden versickern und mindert die Gefahr, dass sich Wasser ansammelt. Denn ein dauernder Kontakt der Holzdielen mit NĂ€sse fĂŒhrt auch bei sehr widerstandsfĂ€higen und wetterfesten Holzarten auf Dauer zu einem Aufquellen und sogar zu Schimmelbefall. Die freie Luftzirkulation trĂ€gt ebenfalls dazu bei, StaunĂ€sse zu vermeiden. Die Pufferzone der Unterkonstruktion verhindert, dass das Holz der Dielen in direkten Kontakt mit dem Erdreich kommt. Denn nicht nur stĂ€ndige Feuchtigkeit schadet dem Terrassenboden. Auch bestimmte Tiere und Mikroorganismen im Boden können dafĂŒr verantwortlich sein, dass das Holz anfĂ€ngt zu faulen. Am Unterbau zu sparen oder diesen nicht korrekt auszufĂŒhren, wĂ€re deshalb ein großer Fehler.

Übrigens: Eine Holzterrasse sollte ein leichtes GefĂ€lle von etwa 0,5 bis 1 Prozent aufweisen, damit Regen abfließen kann und sich keine PfĂŒtzen bilden. Das GefĂ€lle muss so ausgefĂŒhrt werden, dass es das Wasser vom Haus wegleitet.

Verschiedene Bauweisen fĂŒr die Unterkonstruktion Ihrer Holzterrasse

Damit die Dielen der Holzterrasse ordentlich verschraubt werden können, befindet sich darunter ein Aufbau aus Holzlatten, die selbst auch nicht mit dem Erdreich in Kontakt kommen dĂŒrfen. Sie brauchen ein Lager, auf dem sie sicher gegen dauernden Feuchtigkeitseinfluss geschĂŒtzt sind. Ein klassisches Verfahren hierfĂŒr ist die Verlegung von Steinplatten. Diese werden auf einem wasserdurchlĂ€ssigen Fundament aus einer Schicht von Schotter (ca. 20 Zentimeter) und Splitt (ca. fĂŒnf Zentimeter) sowie einem Unkrautvlies gebettet. Schotter und Splitt verhindern ein Absacken der gesamten Holzterrasse durch starke RegenfĂ€lle.

Eine zweite Möglichkeit bietet die Anlage von kleinen Punktfundamenten. Dabei muss nicht der gesamte Terrassenbereich tragfÀhig gemacht werden, sondern nur diejenigen Stellen, an denen die Punktfundamente stehen. Die Methode erfordert einiges an Aufwand, eignet sich aber sehr gut, um Unebenheiten im Erdboden auszugleichen. Beispielhaft kann die Vorgehensweise wie folgt aussehen:

  1. ZunĂ€chst wird eine etwa 15 Zentimeter dicke Schicht Erdreich abgetragen und durch grobkörnigen Sand ersetzt. Anschließend werden Fundamentlöcher mit ca. 20 Zentimeter Durchmesser gebohrt. Die Tiefe sollte je nach Bodenbeschaffenheit 50 bis 90 Zentimeter betragen. Eine vorher angefertigte Verlegezeichnung erleichtert das Setzen der Löcher.
  2. Die Bohrlöcher werden zu rund zehn Zentimetern mit Kies angefĂŒllt, der gut verdichtet werden muss.
  3. Nun werden die Löcher vollstÀndig mit Estrichbeton ausgegossen.
  4. Nachdem der Beton durchgetrocknet ist, wird die gesamte spÀtere TerrassenflÀche mit Unkrautvlies ausgelegt.
  5. Auf jeden mit Estrichbeton ausgefĂŒllten Bohrloch kommt ein Sockelstein mit den Abmessungen 15 x 15 x 10 Zentimeter oder grĂ¶ĂŸer. Eventuelle Höhenunterschiede können mit Keilen aus Kunststoff oder mit Estrich ausgeglichen werden.
  6. Zum Abschluss werden die Sockelsteine mit entsprechend zugeschnittenen TeichfolienstĂŒcken abgedeckt, um einen direkten Kontakt mit Regenwasser zu vermeiden.

Bei der dritten Methode kommen Stelzen aus Kunststoff zum Einsatz, die es in unterschiedlichen Bauweisen gibt. Sie können in der Höhe verstellt werden und eignen sich deshalb besonders gut zum Ausgleich von unebenen und schiefen FlĂ€chen. Die FĂŒĂŸe der Stelzen werden auf Steinplatten verschraubt. Die tragenden Balken fĂŒr den Holzbelag der Terrasse können je nach AusfĂŒhrung der Stelzen mit diesen verschraubt oder festgeklemmt werden.
Der Unterbau, der direkt mit den Bodendielen verbunden wird, besteht in der Regel ebenfalls aus Holz. FĂŒr die Konstruktion eignet sich allerdings nicht jedes Holz, deshalb muss auf bestimmte Merkmale geachtet werden.
UV-BestĂ€ndigkeit: Obwohl die Unterkonstruktion von den Terrassendielen verdeckt wird, sollte das Holz UV-bestĂ€ndig sein, denn durch Sonneneinstrahlung kann es auch hier zu einer BrĂŒchigkeit kommen. Je stabiler das Material ausfĂ€llt, desto besser fĂŒr die gesamte TragfĂ€higkeit und Lebensdauer.

Wetterresistenz: Regen, Schnee und Minustemperaturen beanspruchen das Holz des Unterbaus nahezu genauso stark wie die Dielen. Ist das Material ungeeignet, kommt es bald zu Aufschwemmungen und Ausplatzungen.

Angleichung an den Bodenbelag: Dass Holz unter Witterungs- und UmgebungseinflĂŒssen arbeitet und sich im Laufe der Zeit verzieht, ist bekannt. Hier hat jede Holzart ihre spezifischen Eigenschaften. Deshalb ist es optimal, wenn fĂŒr Unterbau und Terrassendielen das gleiche Holz verwendet wird, um eine vorzeitige Renovierung der Tragekonstruktion zu vermeiden. Informationen ĂŒber geeignete Hölzer fĂŒr den Terrassenbau folgen in den weiteren Abschnitten.

Einsatz von Aluminumprofilen fĂŒr den Unterbau

Statt Holzbalken werden fĂŒr den Unterbau auch Aluminiumprofile verwendet. Sie sind teurer, haben aber den Vorteil, dass sie absolut gerade sind, sich nicht verziehen und sich fĂŒr nahezu alle Arten von Holzdielen eignen. DarĂŒber hinaus benötigen sie auf ihrer LĂ€nge nicht so viele StĂŒtzen. Das ermöglicht grĂ¶ĂŸere AbstĂ€nde bei der Verlegung und bedeutet einen geringeren Materialverbrauch. Zur Befestigung der Dielen auf den Aluprofilen gibt es selbstschneidende Schrauben aus Edelstahl.

Ein nĂŒtzlicher Tipp: Ob Sie die Lage Ihrer Holzterrasse direkt am Haus oder freistehend im Garten planen – eine unmittelbare Nachbarschaft zu BĂ€umen sollten Sie vermeiden. Im Baumbereich kann sich mehr Feuchtigkeit ansammeln, wodurch die Dielen rutschiger werden und sich die Gefahr von FĂ€ulnis gegenĂŒber einem sonnigen Standort vergrĂ¶ĂŸert.

Das richtige Holz fĂŒr die Holzterrasse

Wenn Sie darangehen, sich das passende Holz fĂŒr Ihre Terrasse auszusuchen, haben Sie sprichwörtlich „die Qual der Wahl“. Es gibt zahlreiche heimische als auch tropische Hölzer, die sich als Bodenbelag eignen. Die tropischen Varianten sind besonders hart und zeichnen sich durch kurze Fasern aus, was ihnen eine recht splitterfreie OberflĂ€che verleiht. FĂŒr Menschen, die im Sommer gerne und hauptsĂ€chlich barfuß laufen, stellen sie eine hervorragende Lösung dar.

Ob heimisches oder tropisches Holz – ein wichtiges Kriterium fĂŒr die Wahl sind natĂŒrlich auch Ihre individuellen WĂŒnsche bezĂŒglich des Aussehens. Soll es eher ein helles oder ein dunkles Holz sein? Wie verĂ€ndert sich die Farbe, wenn der Belag einige Jahre den WitterungseinflĂŒssen ausgesetzt war? Wie sieht die Maserung aus? Und schließlich spielt auch eine Rolle, ĂŒber welches Budget Sie fĂŒr Ihre Holzterrasse verfĂŒgen, denn die Preisunterschiede können von Holzart zu Holzart erheblich ausfallen.

Bevor es aber an die Vorstellung der geeigneten Hölzer fĂŒr Ihre Terrasse geht, soll an dieser Stelle zunĂ€chst ein grundsĂ€tzlicher Punkt angesprochen werden: Nachhaltigkeit.

Achten Sie auf Nachhaltigkeit – das FSC GĂŒtesiegel

Nachhaltigkeit ist ein Thema, das sich heutzutage durch fast alle Lebensbereiche zieht – im Hinblick auf Ökologie und Umweltschutz sicherlich zu Recht. Achten Sie deshalb bei der Auswahl des Terrassenholzes darauf, dass es aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt und das FSC-GĂŒtesiegel trĂ€gt.

Die AbkĂŒrzung FSC steht fĂŒr „Forest Stewardship Council“. Es handelt sich dabei um eine internationale Non-Profit-Organisation, die ein anerkanntes Zertifizierungssystem fĂŒr eine nachhaltige Waldbewirtschaftung geschaffen hat und auch das FSC-GĂŒtesiegel vergibt. Dieses Siegel erhalten nur Hölzer, die zehn definierte Prinzipien erfĂŒllen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die entsprechenden WĂ€lder einer unberĂŒhrten Natur gleichkommen oder dass ihnen nur wenig Holz entnommen wird.

Zusammenfassend gesagt, mĂŒssen die zertifizierten Forstbetriebe ihr Wirtschaften ökologisch anpassen und dabei sicherstellen, dass die Entnahme von Hölzern auf eine Weise geschieht, die die Artenvielfalt, die ökologischen Prozesse sowie die ProduktivitĂ€t des bewirtschafteten Waldes erhalten und sicherstellen. Gleichzeitig muss die Bewirtschaftung sozial vertrĂ€glich und förderlich sein, damit die lokale Bevölkerung – beispielsweise die indigenen Völker in SĂŒdamerika – aber auch die Gesamtgesellschaft von einem langfristigen Nutzen profitieren kann. Es sollen dadurch Anreize geschaffen werden, die Ressourcen des Waldes zu schonen und dauerhafte BewirtschaftungsplĂ€ne einzuhalten. Damit die angeschlossenen Forstbetriebe rentabel sein können, ist nach den FSC-Vorgaben eine strukturierte Steuerung erforderlich, die zwar Gewinne einbringt, aber nicht auf Kosten der Waldressourcen, des gesamten Ökosystems oder der betroffenen Bevölkerung geht.

Geeignete Holzarten fĂŒr Ihre Holzterrasse

Vielleicht planen Sie, Ihre Holzterrasse zu ĂŒberdachen, sei es in Form einer flexiblen Markise oder eines Lamellendaches. GrundsĂ€tzlich bleibt aber festzuhalten, dass dieser Außenbereich permanent gewissen Witterungs- und UmwelteinflĂŒssen ausgesetzt ist: Sonne, Regen und Wind, Schnee, KĂ€lte und Frost, Staub und Abgasen. Hinzu kommen noch Ihre ganz persönlichen Nutzungsgewohnheiten: Wie viele Menschen den Terrassenbelag wie hĂ€ufig „mit FĂŒĂŸen treten“, ob Kinder ausgelassen auf der Terrasse toben und auch mal Spielzeug herumwerfen, aus welchem Material Ihre Terrassenmöbel bestehen, ob Sie hĂ€ufig grillen etc. Das gewĂ€hlte Holz muss also diesen Belastungen ĂŒber einen langen Zeitraum gewachsen sein. Es gibt zahlreiche heimische und tropische Hölzer, die sehr strapazierfĂ€hig sind und Ihnen lange Freude bereiten. Die wichtigsten möchten wir Ihnen in den folgenden Abschnitten vorstellen.

Was hat es mit den Begriffen Nutzungs-, Gebrauchs- und Dauerhaftigkeitsklasse auf sich?

Holz wird in drei verschiedene Klassen eingeordnet: eine Nutzungs-, eine Gebrauchs- und eine Dauerhaftigkeitsklasse. Was Fachleuten schnell einleuchtend erscheint, ist fĂŒr Laien, die sich eine Holzterrasse zulegen oder ein anderes Projekt mit Holz angehen möchten, sicherlich erklĂ€rungsbedĂŒrftig. Diese Begriffe sind jedoch gerade im Zusammenhang mit einer Holzterrasse wichtig, damit das Material konstruktiv geschĂŒtzt und eine fehlerfreie und korrekte Verbauung gewĂ€hrleistet werden kann. Als zukĂŒnftiger Bauherr einer Holzterrase sollten Sie die Bedeutung der Begriffe sowie die Unterschiede zwischen ihnen kennen, denn schließlich haben Sie vor, eine grĂ¶ĂŸere Summe Geld zu investieren, um Ihr Heim zu verschönern und fĂŒr den Alltag noch lebenswerter zu machen.
Die Nutzungsklassen

Die Nutzungsklassen (NKL) enthalten Bestimmungen ĂŒber die Festigkeitswerte von Hölzern sowie zur Berechnung von Verformungseigenschaften unter bestimmten Umgebungsbedingungen. Sie sind im Eurocode 5 (DIN EN 1995-1-1, fĂŒrher DIN 1052) festgeschrieben und gelten in allen BundeslĂ€ndern als verbindliche Norm fĂŒr die Statikberechnung von Holzbauwerken.

FĂŒr die Bestimmung der Festigkeit ist die Feuchte des Holzes ein wesentlicher Indikator. Deren Werte werden hauptsĂ€chlich fĂŒr die Bemessung und die Konstruktionsplanung von Holzbauten benötigt. Die Einteilung ist von Bedeutung, da die Festigkeit von Holz und Holzwerkstoffen mit steigender Holzfeuchte stark abnimmt.

Insgesamt gibt es drei Nutzungsklassen.

Nutzungsklasse 1: Geeignet fĂŒr trockene Bereiche oder Gebiete bzw. geschlossene und beheizte RĂ€ume. In diese Klasse gehören Bauhölzer, die einen Feuchtegehalt aufweisen, der einer Lufttemperatur von 20 °C entspricht sowie einer relativen Luftfeuchtigkeit von 65 Prozent fĂŒr die Zeit von einigen Wochen im Jahr. Beispiele sind WohnhĂ€user und BĂŒrogebĂ€ude, Sporthallen, VersammlungsrĂ€ume oder beheizte Lagerhallen.

Nutzungsklasse 2: Geeignet fĂŒr feuchte Bereiche oder Gebiete und ĂŒberdachte, offene Bauwerke. In der NKL 2 ist das Bauholz einer Umgebungstemperatur von 20 °C sowie einer Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, die wiederum fĂŒr einige Wochen pro Jahr 85 Prozent oder mehr betrĂ€gt. Beispiele: unbeheizte Lagerhallen, nicht ausgebaute Dachböden, offene Sporthallen.

Nutzungsklasse 3: Hölzer der NKL 3 sind WitterungseinflĂŒssen direkt ausgesetzt und mĂŒssen widerstandsfĂ€hig gegen klimatische Bedingungen sein, die zu einer höheren Holfeuchte als in der NKL 2 fĂŒhren. Hierunter fĂ€llt dann auch das Holz fĂŒr Ihre Terrasse.

Die Gebrauchsklassen

Bei den Gebrauchsklassen (GKL) – frĂŒher als GefĂ€hrdungsklassen bezeichnet – gibt es sechs Einstufungen laut DIN EN 355 (2013-06), die neben einer Auswaschbeanspruchung und ModerfĂ€ule auch biotische Feinde berĂŒcksichtigen, darunter holzzerstörende Pilze und Insekten sowie SchĂ€dlinge im Wasser.

Die GKL erweisen ihren Nutzen bei der Bewertung von Planungen und Konstruktionen fĂŒr Holzbauten. Hier gilt: je niedriger die GKL, desto weniger Schutz ist fĂŒr das Holz erforderlich.

Gebrauchsklasse 0: Das Holz befindet sich in InnenrĂ€umen, ist permanent trocken und kommt weder mit SĂŒĂŸ- noch Salzwasser in Kontakt. Ablagerungen und Verschmutzungen sind nicht zu erwarten. DarĂŒber hinaus ist das Material nicht durch Trockenholzinsekten gefĂ€hrdet, also praktisch jedes Risiko ausgeschlossen. Schutzmaßnahmen sind nicht erforderlich.

Gebrauchsklasse 1: Das Holz wird in Innenbereichen verbaut und unterliegt weder einer Befeuchtung noch anderen WitterungseinflĂŒssen. Als vorbeugende Schutzmaßnahme ist nur eine Behandlung mit Holzschutzmitteln gegen holzschĂ€digende Insekten erforderlich.

Gebrauchsklasse 2: Der Baustoff befindet sich unter einem Dach und ist geschĂŒtzt vor starker Witterung wie Regen oder Schlagregen. Sporadisch auftretende Befeuchtung und die Bildung von Kondenswasser ist jedoch möglich, so dass ein vorbeugender Schutz gegen Pilze und holzschĂ€digende Insekten notwendig wird.

Gebrauchsklasse 3: Hölzer der GKL 3 werden ĂŒber dem Erdboden verwendet, sind aber nicht durch ein Dach geschĂŒtzt und deshalb verschiedenen WitterungseinflĂŒssen, vor allem Regen, ausgesetzt. Hier gibt es zwei Unterklassen, in die auch Terrassendielen einzuordnen sind.

GKL 3.1: Es staut sich kein Wasser, und das Holz bleibt nicht ĂŒber eine lĂ€ngere Zeit hinweg nass. Die Norm verlangt einen Schutz vor Auswaschung sowie Maßnahmen gegen holzschĂ€digende Pilze und Insekten.

GKL 3.2: Wasser kann sich stauen, das Holz bleibt fĂŒr lĂ€ngere ZeitrĂ€ume nass. Erforderlich ist ein Schutz gegen Auswaschung sowie gegen holzschĂ€digende Pilze und Insekten.

Gebrauchsklasse 4: Hölzer, die direkt auf dem Erdboden oder mit direktem Kontakt zu SĂŒĂŸwasser verbaut werden, fallen in die GKL 4. Sie mĂŒssen gegen Insekten, Pilze, Auswaschung und ModerfĂ€ule geschĂŒtzt werden.

Gebrauchsklasse 5: In diese Klasse gehören Hölzer, die regelmĂ€ĂŸig oder permanent mit Salzwasser in Kontakt kommen bzw. eingetaucht sind.

Die Dauerhaftigkeitsklassen

Die Dauerhaftigkeitsklassen (DHK) beschreiben die natĂŒrliche, biologische Dauerhaftigkeit einer Holzart. Darunter ist unter anderem die Eigenschaft zu verstehen, wie widerstandsfĂ€hig ein Holz ohne besondere Schutzmaßnahmen gegen den Befall mit HolzschĂ€dlingen ist. Angaben zur natĂŒrlichen Dauerhaftigkeit sowie die Einstufung der wichtigsten Hölzer sind in der Norm DIN EN 350-2 zu finden. Da schĂ€dliche Insekten bei Holzprodukten fĂŒr den Außenbereich eine eher untergeordnete Rolle spielen, wird bei der Einstufung der Hölzer die WiderstandsfĂ€higkeit gegen Pilzbefall zu Grunde gelegt.

Es gibt fĂŒnf Dauerhaftigkeitsklassen von 1 (= sehr dauerhaft) bis 5 (= nicht dauerhaft). Die nachfolgende Liste zeigt die durchschnittliche Standzeit und liefert Beispiele fĂŒr Hölzer der einzelnen Klassen.

DHK 1: sehr dauerhaft – mindestens 25 Jahre – Ipe, Cumaru, Teak, Massaranduba
DHK 2: dauerhaft – etwa 15 bis 25 Jahre – Bangkirai, Bongossi, Garapa, europĂ€ische Eiche
DHK 3: mĂ€ĂŸig dauerhaft – etwa 10 bis 15 Jahre – sibirische LĂ€rche, Douglasie
DHK 4: wenig dauerhaft – etwa 5 bis 10 Jahre – Fichte, Tanne
DHK 5: nicht dauerhaft – weniger als 5 Jahre – Esche, Buche, Birke, Ahorn

Einige Hölzer sind nicht eindeutig einer Klasse zuzuordnen wie die Akazie und Robinie (DHK 1-2) oder Kiefer und LÀrche (DHK 3-4).

Heimische Hölzer fĂŒr die Holzterrasse

Bei heimischen Hölzern können Sie davon ausgehen, dass sie aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammen und ökologisch völlig unbedenklich sind. Zudem sind sie in der Regel preisgĂŒnstiger als tropische Hölzer. Die WiderstandsfĂ€higkeit gegen SchĂ€dlinge und Verwitterung unterscheidet sich ohne einen chemischen Schutz je nach Holzart. Wenn eine Holzterrasse ĂŒberdacht wird, macht sich der Wechsel von Sonnenschein und Regen, KĂ€lte und Hitze nicht ganz so stark bemerkbar, als wenn sie gĂ€nzlich frei liegt. In letzterem Fall ist es empfehlenswert, wenn Sie sich bei der Auswahl fĂŒr die Dauerhaftigkeitsklasse 1 oder 2 entscheiden, Die wichtigsten Holzarten aus heimischen Gefilden sind die folgenden.
LĂ€rche

Das Nadelholz hat die DHK 3-4, die fĂŒr mĂ€ĂŸig bis wenig dauerhaft steht. Die Farbe ist anfangs brĂ€unlich-rot bis gelb und nimmt spĂ€ter ein natĂŒrliches Grau an. Der Schwund ist nur gering, ebenso die Neigung zum Werfen, Reißen und Splittern. LĂ€rche ist recht hart, zĂ€h, elastisch und und auch in unbehandelter Form widerstandsfĂ€hig gegen WitterungseinflĂŒsse. Wurmfraß ist nicht zu befĂŒrchten.

Robinie

Die Robinie oder Scheinakazie ist als sehr dauerhaft bis dauerhaft eingestuft (Dauerhaftigkeitsklasse 1-2). Das Holz kann weiß bis hellgelb, im frischen Kernholz auch gelb-oliv bis hellbraun ausfallen. SpĂ€ter dunkelt es nach und nimmt einen gold-brĂ€unlichen Farbton an. Die BĂ€ume bringen nur selten langes Material hervor, da sie drehwĂŒchsig sind, eignen sich aber fĂŒr BodenbelĂ€ge.

Kiefer und Fichte

Das wenig dauerhafte Holz (Klasse 4) von Kiefer und Fichte hat eine hell- bis rötlich-gelbe Farbe und dunkelt nach. Es ist sehr weich, so dass sich AbdrĂŒcke von Möbeln bilden können. Auch die Splittergefahr ist relativ hoch, weshalb Barfußgehen eher nicht zu empfehlen ist. Die Neigung zum Reißen und Werfen ist nur gering ausgeprĂ€gt, die WitterungsbestĂ€ndigkeit mĂ€ĂŸig. Als Material fĂŒr eine Holzterrasse sollte es nur mit einer ImprĂ€gnierung verwendet werden, da es anfĂ€llig fĂŒr Wurmfraß, Insekten- und Pilzbefall ist.

Eiche

Das grau- bis rötlich-braune Holz von Eichen hat die DHK 2 (dauerhaft) und dunkelt mit der Zeit nach. WĂ€hrend das Kernholz gut witterungsfest ist, neigt das Splintholz zu Insekten- und Pilzbefall. Schwund, Rissbildung und Werfen treten nur mĂ€ĂŸig auf.

Western Red Cedar

Das Holz der Western Red Cedar ist relativ weich. Die Farbtöne variieren von gelb und rot zu braun, verÀndern sich jedoch nach einiger Zeit zu Grau. Da Eisen durch den Werkstoff stark korrodiert, sollten zur Befestigung nur Schrauben aus Edelstahl verwendet werden.

Behandelte Hölzer

Weitere heimische Hölzer wie beispielsweise Esche und Buche, aber auch Kiefer, kommen als sogenanntes Thermoholz auf den Markt. Es wird mit einem speziellen Verfahren behandelt, durch das das Holz resistent gegen FĂ€ulnis und wasserabweisend wird. Es ist zudem splitterfrei und rutschfest. Ein anderes Verfahren ist die KesseldruckimprĂ€gnierung. Sie schĂŒtzt das Holz auf Dauer, allerdings nur, wenn sie richtig durchgefĂŒhrt wird. Der Prozess dauert einige Stunden, wenn wirklich eine gute QualitĂ€t erzeugt werden soll. Leider gibt es Anbieter auf dem Markt, die ihr Holz nur kurz in das ImprĂ€gnierbad tauchen, so dass kein dauerhafter Schutz gewĂ€hrleistet ist. Rein optisch lĂ€sst sich nicht feststellen, wie gut eine KesseldruckimprĂ€gnierung ist. Noch relativ neu – seit 2007 erhĂ€ltlich – ist Accoya-Holz. Dabei handelt es sich um schnell wachsendes, nachhaltiges und zertifiziertes Holz, das mit einem Acetylisierungsverfahren veredelt wird und sich besonders gut fĂŒr Projekte im Außenbereich wie TĂŒren, Fenster und eben auch Holzterrassen eignet. Es ist sehr dauerhaft und bestĂ€ndig gegen NĂ€sse, Feuchtigkeit und Verrottung. Kebony ist eine Modifizierungsart des gleichnamigen norwegischen Unternehmens, die fĂŒr eine geringere WasseraufnahmefĂ€higkeit bei Kiefernholz sorgt, es hĂ€rter und resistenter gegen FĂ€ulnis macht. Schließlich gibt es noch Verbundwerkstoffe, beispielsweise WPC (Wood-Plastic-Composites) aus Holz, Papierflocken und Kunststoff. Es fĂŒhlt sich Ă€hnlich angenehm an wie Holz, ist rutschfest und splitterfrei und benötigt nur sehr wenig Pflege.

Tropische Hölzer fĂŒr die Holzterrasse

Tropische BĂ€ume mĂŒssen sich in ihrer angestammten Heimat gegen deutlich aggressivere SchĂ€dlinge behaupten als heimische Gehölze. Deshalb haben sie im Laufe ihrer Evolution ihre sehr dichte Faserstruktur entwickelt und lagern obendrein noch verschiedene Ă€therische Öle ein, die gegen Pilzbefall helfen. In puncto StrapazierfĂ€higkeit und Lebensdauer sind sie heimischen Baumarten deutlich ĂŒberlegen und nahezu unverwĂŒstlich.

Die RegenwĂ€lder, aus denen viele Tropenhölzer stammen, werden jedoch durch Monokulturen und ungebremsten Raubbau stark gefĂ€hrdet. Deshalb sollten Sie beim Kauf von Terrassenholz darauf achten, dass dies nur aus einer naturnahen und nachhaltigen Forstwirtschaft stammt, die den lokal lebenden Bevölkerungsgruppen außerdem ein Leben unter ertrĂ€glichen sozialen Bedingungen ermöglicht. Die Ökologie innerhalb dieser Forstwirtschaften Ă€hnelt dem primĂ€ren Wald und ist ein wichtiger Faktor im Kampf gegen illegal geschlagene Hölzer. Sie erkennen solch tropisches Holz an der FSC-Zertifizierung.

Tropenholz bietet Ihnen auf jeden Fall eine deutlich lĂ€ngere Nutzungsdauer fĂŒr den Belag ihrer Holzterrasse. Allerdings mĂŒssen Sie damit rechnen, dass die Preise ungefĂ€hr drei- oder viermal so hoch ausfallen wie bei heimischen Holzarten. In den folgenden Abschnitten finden Sie kurze Beschreibungen der wichtigsten und beliebtesten tropischen Hölzer fĂŒr Ihre Holzterrasse.

Bangkirai

Bangkirai mit seiner rötlich-braunen FĂ€rbung ist astfrei und verzieht sich nicht. Die Einstufung erfolgt in DHK 2. VollstĂ€ndig durchgetrocknet hat das Holz ein höheres Gewicht als Wasser. ZusĂ€tzlich enthĂ€lt es reichlich Öl, das es unempfindlich gegen Pilze, Insekten und UmwelteinflĂŒsse macht. Bei Bedarf kann Bangkirai auch fĂŒr die tragende Konstruktion einer Holzterrasse genutzt und direkt in den Boden eingebracht werden.

Bongossi

Bongossi stammt aus Westafrika, wo es zu den schwersten und hĂ€rtesten Hölzer gilt. Zuweilen wird es auch unter dem Namen Azobe angeboten. Seine natĂŒrlichen Eigenschaften und die hohe BestĂ€ndigkeit gegen Insekten- und Pilzbefall machen es zu einem ausgezeichneten Belag fĂŒr die Holzterrasse. Neues Bongossi-Holz hat eine warme rotbraune Farbe, die sich mit der Zeit in ein Schokoladenbraun wandelt.

Garapa

Garapa hat eine auffĂ€llige mandelĂ€hnliche Farbe, was dem Holz eine sehr individuelle Erscheinung verleiht und auch ausgefallenen WĂŒnschen in puncto Terrassenholz nachkommt. Es gehört zu den hellsten Harthölzern aus SĂŒdamerika und kommt mit einer glatt gehobelten OberflĂ€che besonders gut zur Geltung. Die FormstabilitĂ€t ist gut, Splitter- und Rissbildung treten nur vereinzelt auf. Eingestuft in die DHK 1-2 können Sie getrost von einer Nutzungsdauer von mindestens 20 Jahren ausgehen. Garapa ist frei von Ästen und sehr verzugsarm, höchst widerstandsfĂ€hig gegen WitterungseinflĂŒsse, Pilze und Insekten. Wenn Sie sich fĂŒr diese Sorte entscheiden, erhalten Sie einen sehr robusten und exklusiven Terrassenboden, der hĂ€ufig auch in WellnessrĂ€umen und Poolbereichen Verwendung findet.

Massaranduba

Dieses Holz stammt ebenfalls aus SĂŒdamerika. Die charakteristische Struktur bietet ein homogenes Erscheinungsbild, unterstrichen durch den dunkelroten Farbton, der sich mit zunehmendem Alter zu einem rötlich-dunkelbraunen Aussehen verĂ€ndert. Massaranduba ist sehr hart und schwer, widerstandsfĂ€hig und astarm. Sehr gute WiderstandsfĂ€higkeit gegen Pilzbefall und Witterung sorgen fĂŒr eine Einstufung in der DHK 1. Unbehandelt nehmen die Dielen mit der Zeit einen grauen Farbton an, deshalb sollten sie in jĂ€hrlichem Rhythmus mit Öl behandelt werden, um den typischen Farbton zu erhalten.

IPE

Ipe wird unter die Hölzer mit der höchsten natĂŒrlichen HĂ€rte gerechnet und kommt deshalb nicht fĂŒr Holzterrassen oder Poolumrandungen in Frage, sondern wird unter anderem auch im BrĂŒckenbau eingesetzt. Die Farbgebung reicht von hellbraun bis olivgrĂŒn, wobei hellere und dunklere Partien einander abwechseln können und fĂŒr ein besonders individuelles Aussehen sorgen. Fachleute schĂ€tzen die hohe Festigkeit gegen Druck und Verbiegungen, die geringe AnfĂ€lligkeit zum Aufquellen und Schwinden sowie die kaum vorhandene Splitterbildung. Die Nutzungsdauer diese besonders edlen und hochwertigen Holzes betrĂ€gt mindestens 25 Jahre, weshalb es ganz klar in die DHK 1 gehört. Eine regelmĂ€ĂŸige Pflege mit geeigneten Ölen trĂ€gt zu einer lĂ€ngeren Haltbarkeit bei und bewahrt den natĂŒrlichen Farbton des Holzes.

Cumaru

Cumaru weist Ă€hnliche Eigenschaften auf wie Ipe und wird auch unter die hĂ€rtesten Holzarten ĂŒberhaupt gerechnet. Es stammt meist aus SĂŒdamerika, hat eine hohe Dichte und hĂ€lt im Außenbereich ohne Probleme 25 Jahre und mehr (DHK 1). Die Farbtöne reichen von hellbraun bis rotbraun. Wegen seiner sehr geringen Neigung zum Splittern ist es empfehlenswert fĂŒr Familien mit kleinen Kindern, die hĂ€ufig auf der Terrasse spielen, und fĂŒr Haustierhalter.

Bambus

Bambus ist zwar kein Holz, sondern eine Grasart, trotzdem sei das Material an dieser Stelle erwĂ€hnt, da es sich auf Grund seiner hohen StrapazierfĂ€higkeit sehr gut fĂŒr den Bau einer Holzterrasse eignet. Bambus ist stabil, hart und resistent gegen Schimmel und Pilzbefall. Vor allem zeichnet er sich durch sein schnelles Wachstum aus. WĂ€hrend BĂ€ume 30 bis 50 Jahre benötigen, bevor sie geschlagen und genutzt werden können, ist dies bei Bambus bereits nach drei bis fĂŒnf Jahren der Fall. Deshalb ist er eine gute ökologische Alternative zu tropischen Hölzern. Bei besonders gĂŒnstigen Umweltbedingungen kann Bambus bis zu einem Meter pro Tag wachsen.

Dielen oder Fliesen fĂŒr die Hozterrasse?

Eine Frage, die Sie bei der Planung einer Holzterrasse berĂŒcksichtigen mĂŒssen, ist: Soll die AusfĂŒhrung des Bodens mit Dielen oder Fliesen erfolgen?

Dielenbretter erhalten Sie in vielen unterschiedlichen Holzarten mit LĂ€ngen von zwei bis vier Metern bei einer Breite von etwa 14 Zentimetern und einer StĂ€rke von zwei bis drei Zentimetern. Die entsprechenden Unterkonstruktionen werden mit Lagerhölzern in den Abmessungen von ca. vier mal sieben Zentimetern und bis zu drei Metern LĂ€nge ausgefĂŒhrt. Die OberflĂ€chen der Dielen können geriffelt sein, was einen besseren Schutz gegen Ausrutschen bietet. Die Optik können Sie auflockern, indem Sie zwei unterschiedliche Breiten fĂŒr die Dielen wĂ€hlen und miteinander kombinieren oder durch eine schrĂ€ge Verlegung.

Auch die Ausrichtung zur Hauswand spielt eine Rolle. Mit parallel zur Hauswand verlegten Brettern können Sie Ihre Terrasse optisch in die Breite ziehen. Im rechten Winkel zur Wand verlegt, verleihen die Dielen der Holzterrasse mehr Tiefe. Eine diagonale Verlegeart schließlich lĂ€sst den Außenbereich in beide Richtungen grĂ¶ĂŸer erscheinen, als er tatsĂ€chlich ist.

Holzfliesen bietet der Markt meist in quadratischer Form und in den Abmessungen von 50 mal 50 Zentimetern bei einer StĂ€rke von zwei bis vier Zentimetern an. Die Verlegung geschieht in der Regel in einem Schachbrettmuster, wobei der Boden bei kleinen Terrassen eine unruhige Wirkung erhalten kann. Holzfliesen haben den Vorteil, dass sie schnell und einfach auf vorhandenen UntergrĂŒnden verlegt werden können und beispielsweise unansehnlichen BelĂ€gen aus Waschbeton, Stein oder alten Keramikfliesen ein frisches und ansprechendes Aussehen verleihen.

Manchmal verfĂŒgen die Holzquadrate ĂŒber höhenverstellbare FĂŒĂŸchen, so dass Unebenheiten ausgeglichen werden können und ein Einebnen ĂŒberflĂŒssig ist. Weitere Vorteile: Die Roste lassen sich schnell wieder abbauen und bei einem eventuellen Umzug einfach mitnehmen, außerdem können Sie fĂŒr eine Reinigung des Untergrunds leicht weggerĂ€umt und anschließend wieder ausgelegt werden. Bei Holzfliesen mit einem Klick-System ersparen Sie sich auch die Montage mit Schrauben.

Die richtige Verlegung fĂŒr Ihre Holzterrase

Viele Probleme, die bei TerrassenbelĂ€gen aus Holz auftreten können, liegen nicht am verwendeten Werkstoff, sondern an einer mangelhaften Verlegung. Denn je nachdem, wie diese ausgefĂŒhrt wird, verhĂ€lt sich jedes Holz anders. Deshalb sei an dieser Stelle noch einmal gesagt, dass das Verlegen durch einen professionellen Fachbetrieb mit seinem Know-how und seiner Erfahrung die bessere Alternative zum Do-it-yourself ist.

Der Verbundwerkstoff WPC beispielsweise arbeitet nicht so stark wie natĂŒrliches Holz. Deshalb kann man ihn durchaus von unten verschrauben bzw. klammern. Holz, das bei Feuchtigkeitseinfluss aufquillt und sich bei Trockenheit wieder zusammenzieht, wird besser von oben verschraubt. Wenn Sie Thermoholz einsetzen möchten, das nicht so belastbar ist wie ein tropisches Hartholz, mĂŒssen die tragenden Balken der Unterkonstruktion deutlich enger beieinander gesetzt werden.

Wenn der Unterbau vollendet ist, geht es an die Verlegung der Dielen. Der Start erfolgt an einer Seite, wobei die erste Diele bĂŒndig mit der Kante und exakt rechtwinklig zu den Tragebalken liegen muss. Sobald die Ausrichtung korrekt durchgefĂŒhrt wurde, kann die Diele mit jeweils zwei Schrauben auf jedem Balken fixiert werden. Dieser Arbeitsschritt lĂ€sst sich dadurch vereinfachen, wenn die Löcher fĂŒr die Schrauben vorab gebohrt werden.

Die Schrauben mĂŒssen ausreichend dimensioniert sein, damit sie die Dielen langfristig fest auf der Unterkonstruktion halten. Denn jeder Schritt auf Ihrer Terrasse bedeutet nicht nur eine Belastung fĂŒr das Holz, sondern auch fĂŒr die Befestigungsmittel. Die Wahl des richtigen Materials fĂŒr die Schrauben ist ebenfalls zu beachten, denn manche tropischen Hölzer fĂŒhren bei bestimmten Metallen zu VerfĂ€rbungen.

Zwischen den einzelnen Dielenbrettern und zwischen Hauswand und Holz werden Abstandshalter eingefĂŒgt, die einen Spielraum von etwa fĂŒnf Millimetern schaffen. Der Abstand ermöglicht es dem Holz, sich je nach Witterung zusammenzuziehen und auszudehnen, ohne dass es zu Verwerfungen kommt.

Mit einer parallelen, rechtwinkligen oder diagonalen Verlegung zur Hauswand können verschiedene Optiken erzeugt werden, wie bereits weiter oben beschrieben. Unterschiedliche Breiten und LĂ€ngen der einzelnen Dielenbretter sorgen ebenfalls fĂŒr eine optische Auflockerung des Gesamtbildes. Ihr Fachbetrieb kann Ihnen dazu nĂŒtzliche Hinweise geben oder auch mittels CAD-Software eine genaue Visualisierung prĂ€sentieren.

So pflegen Sie die Holzterrasse optimal

Wenn Ihre neue Holzterrasse fertig ist, werden Sie wahrscheinlich Verschmutzungen feststellen, die durch den Transport und durch die Verlegearbeiten auf der OberflĂ€che der Dielen entstanden sind. Reinigen Sie diese mit einer guten WurzelbĂŒrste und eventuell etwas Wasser. Verwenden Sie keine DrahtbĂŒrste oder gar einen Hochdruckreiniger. GrundsĂ€tzlich sind immer die Pflegehinweise des jeweiligen Dielenherstellers zu beachten.

Ob Sie das Holz Ihrer Terrasse behandeln wollen oder nicht, ist nicht nur eine Geschmacksfrage, sondern hĂ€ngt auch von der gewĂ€hlten Holzart ab. Bei unbehandeltem Holz weist die OberflĂ€che offene Poren auf, die anfĂ€llig fĂŒr Schmutz und WitterungseinflĂŒsse sind. Deshalb ist es empfehlenswert, neue Dielen nach etwa einem halben Jahr mit einem geeigneten Öl zu streichen. Der Markt hĂ€lt hierfĂŒr auf die Holzart abgestimmte Produkte bereit, beispielsweise fĂŒr Bangkirai oder Douglasie. Eine Ölbehandlung bietet sich vor allem auch an, wenn der ursprĂŒngliche Farbton erhalten bleiben und eine Vergrauung des Holzes vermieden werden soll. Manche Menschen mögen aber gerade diese silbrig-graue Patina, die sich ĂŒber die Zeit hin bildet.

Holzterrasse abschleifen

Holz „lebt“ auch noch lange, nachdem es geschlagen und verarbeitet wurde. Das gilt vor allem fĂŒr Produkte aus Holz, die sich im Außenbereich befinden und durch hĂ€ufige Belastung strapaziert werden. Sie sollten deshalb von Zeit zu Zeit die OberflĂ€che Ihrer Holzterrasse auf mögliche kleine SchĂ€den untersuchen. Es kann sich verziehen oder Risse bekommen. Manchmal richten sich einzelne Fasern auf, wodurch es zu einer Splitterbildung kommt.

Aufgerichtete Fasern könne sie recht einfach mit einem scharfen Messer und Schleifpapier beseitigen, damit keine grĂ¶ĂŸeren SpĂ€ne entstehen, die bei BarfußlĂ€ufern zu unangenehmen Verletzungen fĂŒhren können. Es kann nach einigen Jahren nötig werden, dass Ihre Holzterrasse trotz regelmĂ€ĂŸiger Reinigung und Pflege mit Öl eine grĂŒndlichere Behandlung braucht, wenn WitterungseinflĂŒsse wie Regen, Sonne, Schnee, Hitze und KĂ€lte ihr zugesetzt oder sich sogar Flechten und Moose an einigen Stellen festgesetzt haben. In diesem Fall hilft ein Abschleifen der Dielen, um den Belag wieder wie neu aussehen zu lassen.

GrĂŒnde fĂŒr das Schleifen der Holzterrasse

Die Optik ist ein triftiger Grund, die Dielen der Holzterrasse hin und wieder abzuschleifen. Ebenso wie Parkettfußboden in InnenrĂ€umen durch Sonneneinstrahlung nachdunkelt, verĂ€ndert sich auch Holz im Außenbereich. Hier herrschen noch andere WitterungseinflĂŒsse, und mit der Zeit nehmen die Dielen einen grauen Farbton an, der nicht nach jedermanns Geschmack ist.

Bedeutsamer und problematischer ist jedoch der Verlust der Schutzschicht, wodurch die Substanz der Dielen angegriffen werden kann. Feuchtigkeit lĂ€sst das Holz quellen und begĂŒnstigt im schlimmsten Fall das Auftreten von Schimmelpilzen sowie Attacken von Insekten und anderen SchĂ€dlingen. Risse treten auf und das Risiko von Splitterbildungen vergrĂ¶ĂŸert sich. Deshalb ist das Schleifen der Holzdielen in erster Linie als Akt der Instandhaltung und Pflege zu sehen. Die schadhafte OberflĂ€che wird dabei abgetragen und anschließend mit einer neuen Ölbehandlung wieder versiegelt und aufs Neue geschĂŒtzt.

Eine Ölbehandlung sollte einmal jĂ€hrlich erfolgen. Das Abschleifen kann in grĂ¶ĂŸeren Intervallen geschehen, spĂ€testens aber, wenn Sie SchĂ€den an der OberflĂ€che der Dielen wahrnehmen.

Falls der Terrassenboden mit Rillen als Rutschschutz versehen ist, greifen Sie lieber zu einem Exzenterschleifer statt zu einem normalen GerÀt. Bei Bedarf können Sie spÀter die Rillen mit einem Dremel-Schleifaufsatz wieder auf die gewohnte Tiefe bringen.

So schleifen Sie die Holzterrasse richtig

Bevor Sie mit dem Schleifen beginnen, sollten Sie die Dielen grĂŒndlich reinigen. Wenn Sie dabei Wasser zu Hilfe nehmen, warten Sie, bis das Holz wieder vollstĂ€ndig trocken ist. Es empfiehlt sich auch, genĂŒgend Zeit einzuplanen. Je nach GrĂ¶ĂŸe der Terrasse kann das Abschleifen einen ganzen Tag in Anspruch nehmen, deshalb sollten Sie am besten ein Wochenende nutzen, an dem es nicht zu regnen droht, sondern Sonnenschein angesagt ist. So trocknet das Holz schneller wieder ab.

Beginnen Sie den Schleifprozess mit einem gröberen Schleifpapier mit einer 100er oder 80er Körnung. FĂŒr dem zweiten Durchgang wĂ€hlen Sie eine feinere Körnung, zum Beispiel eine 120er. Fegen Sie die Dielen anschließend grĂŒndlich sauber oder nutzen Sie einen Staubsauger fĂŒr die Reinigung. Zum Abschluss behandeln Sie das Holz mit Öl und lassen dieses zwölf bis 24 Stunden einziehen, bevor Sie die Terrasse wieder nutzen.

Wichtig: Wenn Sie die Schleifarbeiten selbst durchfĂŒhren und keinen Fachbetrieb beauftragen, achten Sie wĂ€hrend der TĂ€tigkeit auf eine schĂŒtzende AusrĂŒstung. Gegen den auftretenden Staub sollten Sie auf jeden Fall eine Schutzbrille, eine Atemmaske und Handschuhe anziehen und Ihre Knie mit Knieschonern oder einem passenden Kissen schĂŒtzen.

Wie steht es mit der Entsorgung einer Holzterrasse?

Hier kommen wir noch einmal zum Thema Nachhaltigkeit. Sollte einmal der Zeitpunkt kommen, dass alte Terrassendielen gegen neue ausgetauscht werden mĂŒssen, stellt sich die Frage: Wohin mit dem alten Belag? Wenn es sich um ein unbehandeltes oder lediglich mit natĂŒrlichen Ölen gepflegtes Holz handelt, ist die Entsorgung relativ problemlos. Dies können Sie – falls vorhanden – sogar in Ihrem Kamin oder Ofen verbrennen, ohne dass es schĂ€dlich fĂŒr die Umwelt wĂ€re.

Bei kesseldruckimprĂ€gniertem Holz oder WPC sieht die Sache anders aus. Diese Materialien mĂŒssen auf eine Deponie oder werden eventuell vom ursprĂŒnglichen Hersteller zurĂŒckgenommen, falls es diesen noch gibt.

Die Vorteile einer Holzterrasse

Eine Holzterrasse schafft ein gemĂŒtliches Ambiente, sei es im Garten als Erweiterung des benachbarten Wohnzimmers oder als Dachterrasse. Das GefĂŒhl wird nicht nur durch die Optik der Dielen hervorgerufen, sondern ganz besonders, wenn man an einem warmen Tag barfuß darĂŒberlĂ€uft. Andere Materialien wie Stein oder Fliesen können das nicht vermitteln.

Wurde die Terrasse fachgerecht von einem professionellen Betrieb errichtet und fĂŒr den Bodenbelag ein dauerhaftes Hartholz verwendet, hĂ€lt sich auch der Pflegeaufwand in Grenzen. Wenn die ursprĂŒngliche Farbe des Holzes erhalten werden soll, reicht es aus, einmal pro Jahr ein gutes Öl aufzutragen. Aber auch die silbrig-graue Patina, die sich mit der Zeit bildet, wird von zahlreichen Menschen sehr geschĂ€tzt. Nach einem lĂ€ngeren Gebrauch kann man den frischen Zustand durch Abschleifen der OberflĂ€che wiederherstellen.

Holz passt zu nahezu jedem Wohnstil und kann sowohl ein rustikales Ambiente wie auch eine schlicht-elegante Designerwohnung unterstreichen. Besonders gut harmonieren Holzdielen mit KĂŒbelpflanzen, mit denen Sie Natur und Frische in Ihren Außenbereich bringen.

Aktuelle Trends bei Holzterrassen

In puncto Bodenbelag sind Holzdielen auf der Terrasse eher zeitlos, als dass sie einen Trend markieren. Es sind aber Entwicklungen bei Details zu beobachten, mit denen eine Terrasse ausgerĂŒstet wird, um sie erst richtig gemĂŒtlich zu machen.

So lĂ€sst sich beispielsweise bei TerrassenĂŒberdachungen und Schattenspendern beobachten, dass mehr und mehr Menschen auf Sonnenschirme verzichten, die nicht selten „irgendwie immer im Weg stehen“, und stattdessen mehr oder weniger große SonnensegelÂ ĂŒber der Terrasse aufspannen, um bei starkem Sonnenschein in angenehmem Schatten sitzen können.

Klassische Markisen mit imprĂ€gnierten Textilien hingegen werden abgelöst durch Aufbauten mit einem Lamellendach. Die Lamellen können auch aus Holz oder aber aus Aluminium bestehen und lassen sich beliebig an den Winkel der Sonneneinstrahlung anpassen oder bei Regen vollstĂ€ndig schließen. Mit moderner Smart Home Technik können die Lamellen vollautomatisch oder per Fernbedienung individuell angesteuert werden. Wer noch mehr Schutz will, beispielsweise gegen Wind von der Seite, kann das Lamellendach um SeitenwĂ€nde ergĂ€nzen, so dass schon fast ein Wintergarten entsteht.

Dieser Ratgeber dĂŒrfte ausfĂŒhrlich beschrieben haben, welche Schritte fĂŒr die Planung und Errichtung einer Holzterrasse notwendig sind. Es gibt vieles zu beachten. Vor allem ist es aber wichtig, dass die AusfĂŒhrung der verschiedenen Arbeiten fachgerecht erledigt werden muss, damit Sie viele Jahre Freude an Ihrem „Sommerwohnzimmmer“ haben. Deshalb an dieser Stelle noch einmal der Rat: Überlassen Sie diesen Job einem professionellen Betrieb mit viel Erfahrung und Wissen im Holzterrassenbau. Sie können sich viel Ärger und Frust ersparen und fahren auch finanziell gĂŒnstiger. Denn eine vorzeitige Renovierung beispielsweise des Unterbaus verursacht unnötige Kosten, die sich durch einen Fachbetrieb vermeiden lassen.

Impressionen