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Holz ist seit Jahrtausenden ein wesentlicher Bestandteil von Wohnbauten und hat bis heute nichts von seiner Attraktivität verloren. Besonders gut macht es sich auch als Verbindungsstück zwischen Haus und Garten – nämlich als Material für eine Terrasse.
Ob am Eigenheim oder am Ferienhaus, ob mit dazugehörigem Garten oder ohne – eine Holzterrasse sorgt als zusätzlicher Raum im Freien für mehr Lebensqualität und schafft mit seiner natürlichen und warmen Ausstrahlung eine angenehme Wohlfühlatmosphäre, die Sie mit anderen Werkstoffen nicht oder nur schwerlich erreichen. Darüber hinaus ist es bei richtigen Wahl sehr solide und pflegeleicht, heizt sich im Sommer unter Sonnenlicht nicht besonders stark auf und ist, wenn die Oberfläche eine Riffelung aufweist, auch bei Nässe recht rutschfest.
Falls Sie nicht über ein Haus oder ein Feriendomizil mit eigenem Grundstück verfügen, müssen Sie nicht unbedingt auf die angenehmen Eigenschaften von Holz im Außenbereich verzichten. Auch Balkone und Dachterrassen von Eigentumswohnungen bekommen mit Holz als Bodenbelag eine höchst individuelle Optik und Haptik.

Unser Ratgeber für Holzterrassen hat das Ziel Sie ausführlich über die Schritte für die Planung und Errichtung
einer Holzterrasse zu informieren. Es gibt vieles zu beachten. Vor allem ist es aber wichtig, dass die Ausführung der verschiedenen Arbeiten fachgerecht erledigt werden muss, damit Sie viele Jahre Freude an Ihrem „Sommerwohnzimmmer“ haben.

Der Bau einer Holzterrasse ist ein anspruchsvolles Vorhaben, das für den normalen Heimwerker alleine kaum zu stemmen ist. Wenn Sie frühzeitig einen Fachbetrieb einschalten, profitieren Sie von einer ausführlichen Beratung und können die gesamte Planung gemeinsam mit dem ausführenden Unternehmen in Angriff nehmen.

Modern arbeitende Handwerker nutzen übrigens CAD-Systeme, mit denen Sie einen hohen Grad der Visualisierung
erreichen, so dass Sie bereits vor dem ersten Schritt der Ausführung ein klares Bild über das spätere Ergebnis bekommen.

Die Planung Ihrer Holzterrasse

Die Errichtung einer Holzterrasse als Schnittstelle zwischen Haus und Garten soll Ihnen über viele Jahre hinweg Freude bereiten und Ihr Freizeitleben erweitern. Dabei gibt es zahlreiche wichtige Punkte zu beachten, weshalb eine sorgfältige Planung die erste Voraussetzung für ein gutes Gelingen ist.

Zunächst einmal stellt sich die Frage nach der gewünschten bzw. möglichen Größe. Wenn Ihr Grundstück es zulässt, sollten Sie mindestens zwölf Quadratmeter für Ihre Terrasse einplanen. Auf dieser Fläche können bis zu acht Personen bequem um einen Tisch herum sitzen. Wenn Sie zusätzlich einen Grill, einen Sonnenschirm und eine Unterbringungsmöglichkeit für Sitzpolster aufstellen wollen, rechnen Sie mit mindestens etwa 18 Quadratmetern. Mit einer langen Schnur oder einem Seil können Sie die voraussichtliche Fläche auf Ihrem Rasen nachstellen, um sich ein genaueres Bild zu machen. In diesem Zusammenhang ist natürlich auch zu klären, über welches Budget Sie verfügen, um Ihren Terrassentraum zu verwirklichen, denn jeder Quadratmeter mehr schlägt bei Ihren Finanzen zu Buche.

Vielleicht möchten Sie die Holzterrasse zusätzlich teilweise oder ganz überdachen. Dann sollte dieses Gewerk ebenfalls frühzeitig in die Planung mit einbezogen werden.

Was die handwerkliche Ausführung der eigentlichen Holzterrasse betrifft, sind drei Faktoren entscheidend und zu bedenken: der richtige Unterbau, das richtige Holz und die richtige Verlegung. Nur wenn dies alles stimmig und einwandfrei ausgeführt wird, können Sie sichergehen, dass Ihre Terrasse den wechselnden Witterungsbedingungen und einem möglichen Schädlingsbefall über einen langen Zeitraum standhält. Ein erfahrener Fachbetrieb, für den der Holzterrassenbau zum Alltagsgeschäft gehört, ist da sicherlich die bessere Lösung als ein Bau in Eigenregie, da er ein großes Maß an Erfahrung und Know-how für alle anstehenden Arbeiten mitbringt.

Die Ausrichtung der Holzterrasse

Ein wichtiger Punkt, den Sie bei der Planung berücksichtigen sollten, ist die Ausrichtung der Terrasse zum Haus und zum restlichen Grundstück. Ideal ist es natürlich, wenn Sie den Neubau eines Eigenheims ins Auge gefasst haben. Dann können Sie den Standort Ihrer Holzterrasse relativ frei wählen. Bei der Renovierung einer vorhandenen Terrasse haben Sie diese Möglichkeit nicht.

Überdenken Sie vor der Festlegung, welche Vorlieben Sie haben und bringen Sie diese mit den baulichen Vorgaben und Gegebenheiten sowie der geplanten Gartengestaltung in Einklang. Falls Sie möglichst viel Sonnenschein auf der Terrasse genießen möchten, ist eine Südausrichtung die optimale Wahl. Allerdings hat auch eine Lage Richtung Südosten oder Südwesten ihre Reize.

Wenn Sie gerne draußen frühstücken, bekommen Sie bei einer Südostausrichtung bereits am frühen Morgen Sonnenlicht auf Ihren Frühstückstisch – ein angenehmer Start in den Tag. Sind Sie hingegen den ganzen Tag beruflich unterwegs und können erst am Abend Ihre Freizeit ausleben, bietet sich eine Südwestausrichtung an. In diesem Fall kommen Sie in den Genuss langer Abendstunden bis zum Sonnenuntergang und darüber hinaus – ideal für Grillabende und gepflegte Sommerpartys im Freien mit der Familie und guten Freunden.

Bleibt Ihnen keine andere Wahl als eine nördliche Ausrichtung, weil auch der Gartenteil Ihres Grundstücks nach Norden zeigt, sollten Sie sich vielleicht für eine freistehende Holzterrasse entscheiden, die etwas weiter weg vom Haus und nicht in dessen Schatten liegt. Auch solch eine Lage kann durchaus ihre Reize haben und zu interessanten Lösungen führen.

Ein kleiner Tipp: Wenn sich im Laufe der Bauzeit Ihres Hauses eine Gelegenheit ergibt, nehmen Sie ein paar Gartenstühle und einen Tisch und probieren Sie alle Varianten aus, bevor Sie eine endgültige Entscheidung über die Lage und Ausrichtung Ihrer Holzterrasse treffen.

Fachregeln für das Zimmererhandwerk: „Balkone und Terrassen“

Terrassen aus Holz – aber auch Balkone – erfreuen sich bei Bauherren und Architekten gleichermaßen einer großen Beliebtheit. Damit jedoch die Dauerhaftigkeit des Holzes auf Dauer sichergestellt werden kann, sind sowohl bei der Planung, als auch bei der Herstellung und Durchführung von Baumaßnahmen bestimmte konstruktive Vorgaben einzuhalten.

Diese Vorgaben für zuverlässige Konstruktionen ohne den Einsatz von chemischen Holzschutzmitteln sind in der Fachregel 02 „Balkone und Terrassen“ in der neuesten Fassung vom Dezember 2020 ausgiebig beschrieben. Die Schrift liegt nur in gedruckter Form vor und kann im Internet bestellt werden. Als Herausgeber fungiert „Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes“.

Die Fachregeln wurden gegenüber der letzten Fassung von 2008 vollständig überarbeitet und auf die derzeit gültigen Normenwerke aktualisiert. Das gilt vor allem für die Norm DIN 68800. Außerdem wurde dabei auf die bisherige Schutzklasseneinteilung verzichtet und stattdessen eine Gebrauchsklasseneinteilung vorgenommen, die sich an die Norm DIN 68800-1:2011-10 anlehnt. Hintergrund für die Abfassung des Leitfadens ist die Bereitstellung von Informationen für eine fachgerechte Planung und Ausführung von Balkonen und Terrassen in Holzbauweise.

In den Fachregeln sind diejenigen Erfahrungen und das Wissen des Zimmererhandwerks kompakt zusammengefasst, die im Zusammenhang mit der Verwendung von Hölzern in Außenbereichen vorliegen. Darüber hinaus enthält die Schrift weitere Anforderungen, die zu beachten sind.

Nutzungs- und Schutzklassen

Nach der Norm DIN 1052 sind Balkone und Terrassen aus Holz als tragende Konstruktionen zu bemessen. Dies erfordert eine Einordnung der tragenden Komponenten in Nutzungsklassen (NKL), um deren Gebrauchstauglichkeit und Tragfähigkeit nachweisen zu können. Weiterhin wurden durch die Fachregeln Schutzklassen (SKL) in einem vierstufigen System eingeführt. Diese lehnen sich an die Empfehlungen der DIN 1074 zur Dauerhaftigkeit von Holzbrücken an. Das System der Schutzklassen unternimmt eine Einteilung von Bauteilen und Bauteilanschlüssen je nach der Abhängigkeit der baulich konstruktiven Ausbildung wie folgt vor:

  • Schutzklasse 1: geschützte Bauteile
  • Schutzklasse 2: abgedeckte, ungeschütze Bauteile
  • Schutzklasse 3: nicht abgedeckte, ungeschützte Bauteile
  • Schutzklasse 4: Verschleißbauteile

Im Detail werden für die Einteilung und Zuordnung in die einzelnen Schutzklassen Faktoren wie die Einwirkung von Witterungseinflüssen, die Lage und die Ausrichtung berücksichtigt, außerdem die Resistenz verwendeter Holzarten sowie konstruktive Schutzmaßnahmen. Demnach gilt die SKL 1 für Komponenten, die keiner direkten Bewitterung ausgesetzt sind. Zur SKL 2 und SKL 3 gehören Bauteile mit direkter Bewitterung, wobei die Komponenten der SKL durch Abdeckungen und andere Maßnahmen vor einer dauerhaften Einwirkung von Wasser und Feuchtigkeit geschützt werden müssen. In die SKL 4 gehören Verschleißteile, die regelmäßig erneuert werden müssen, zum Beispiel Handläufe.

Bei der Einordnung in die Schutzklassen werden jedoch nicht nur die konstruktiven Merkmale von Bauteilen und Anschlüssen berücksichtigt, sondern auch die jeweils passenden Holzarten und -werkstoffe. So ist für tragende und nichttragende Baukomponenten in den Schutzklassen 1 bis 4 die Nutzung von Hölzern wie Douglasie, Lärche und Eiche vorgesehen. Für Beläge der Schutzklassen 1 bis 4 kommen gewöhnlich Bangkirai, Afzelia, Bongossi, Robinie, Teak, Eiche, Lärche, Douglasie und Kiefer (nicht für SKL 3) zum Einsatz. Fichte, Kiefer und Tanne schließlich dürfen nicht ohne Vorbehandlung in der Schutzklasse 3 verwendet werden.

Für einen Laien sind die Fachregeln eine komplizierte und wahrscheinlich recht unübersichtliche Materie. Für professionelle Planer, Architekten und ausführende Handwerksbetriebe hingegen stellen sie eine reiche Quelle für Informationen und Handlungsanweisungen dar.

Voraussetzungen für eine gelungene Holzterrasse

Perfekt und sicher ausgelegt für eine lange Lebensdauer wird Ihre Holzterrasse nur, wenn folgende Aspekte berücksichtigt und handwerklich einwandfrei ausgeführt werden:

  • der richtige Unterbau
  • das richtige Holz
  • die richtige Verlegung

Nach der Fertigstellung kommt dann noch ein vierter Punkt hinzu, und zwar die richtige regelmäßige Pflege, die Sie zwar auch einem Fachbetrieb überlassen können, in der Regel aber wohl selbst durchführen werden. In den nächsten Abschnitten zeigen wir auf, wie die genannten Arbeiten ablaufen und durchgeführt werden müssen, damit Sie viele Jahre Freude an Ihrer Holzterrasse haben und den zugewonnenen Außenraum als kleine Freizeitoase in der warmen Jahreszeit optimal nutzen können.

Der richtige Unterbau für Ihre Holzterrasse

Wie bei einem Gebäude ist das Fundament oder der Unterbau ein wesentlicher Bestandteil einer Holzterrasse, denn er trägt das gesamte Gewicht und leistet damit einen entscheidenden Betrag zur Stabilität und zu ihrer Lebensdauer. Zudem sorgt er – fachgerecht ausgeführt – für den Abfluss von Niederschlägen, für eine gute Luftzirkulation unterhalb der Dielen und für eine Pufferzone zwischen Holz und Erdboden.

Ein sicherer Abfluss von Niederschlägen wie Regen und tauendem Schnee lässt diese im Erdboden versickern und mindert die Gefahr, dass sich Wasser ansammelt. Denn ein dauernder Kontakt der Holzdielen mit Nässe führt auch bei sehr widerstandsfähigen und wetterfesten Holzarten auf Dauer zu einem Aufquellen und sogar zu Schimmelbefall. Die freie Luftzirkulation trägt ebenfalls dazu bei, Staunässe zu vermeiden. Die Pufferzone der Unterkonstruktion verhindert, dass das Holz der Dielen in direkten Kontakt mit dem Erdreich kommt. Denn nicht nur ständige Feuchtigkeit schadet dem Terrassenboden. Auch bestimmte Tiere und Mikroorganismen im Boden können dafür verantwortlich sein, dass das Holz anfängt zu faulen. Am Unterbau zu sparen oder diesen nicht korrekt auszuführen, wäre deshalb ein großer Fehler.

Übrigens: Eine Holzterrasse sollte ein leichtes Gefälle von etwa 0,5 bis 1 Prozent aufweisen, damit Regen abfließen kann und sich keine Pfützen bilden. Das Gefälle muss so ausgeführt werden, dass es das Wasser vom Haus wegleitet.

Verschiedene Bauweisen für die Unterkonstruktion Ihrer Holzterrasse

Damit die Dielen der Holzterrasse ordentlich verschraubt werden können, befindet sich darunter ein Aufbau aus Holzlatten, die selbst auch nicht mit dem Erdreich in Kontakt kommen dürfen. Sie brauchen ein Lager, auf dem sie sicher gegen dauernden Feuchtigkeitseinfluss geschützt sind. Ein klassisches Verfahren hierfür ist die Verlegung von Steinplatten. Diese werden auf einem wasserdurchlässigen Fundament aus einer Schicht von Schotter (ca. 20 Zentimeter) und Splitt (ca. fünf Zentimeter) sowie einem Unkrautvlies gebettet. Schotter und Splitt verhindern ein Absacken der gesamten Holzterrasse durch starke Regenfälle.

Eine zweite Möglichkeit bietet die Anlage von kleinen Punktfundamenten. Dabei muss nicht der gesamte Terrassenbereich tragfähig gemacht werden, sondern nur diejenigen Stellen, an denen die Punktfundamente stehen. Die Methode erfordert einiges an Aufwand, eignet sich aber sehr gut, um Unebenheiten im Erdboden auszugleichen. Beispielhaft kann die Vorgehensweise wie folgt aussehen:

  1. Zunächst wird eine etwa 15 Zentimeter dicke Schicht Erdreich abgetragen und durch grobkörnigen Sand ersetzt. Anschließend werden Fundamentlöcher mit ca. 20 Zentimeter Durchmesser gebohrt. Die Tiefe sollte je nach Bodenbeschaffenheit 50 bis 90 Zentimeter betragen. Eine vorher angefertigte Verlegezeichnung erleichtert das Setzen der Löcher.
  2. Die Bohrlöcher werden zu rund zehn Zentimetern mit Kies angefüllt, der gut verdichtet werden muss.
  3. Nun werden die Löcher vollständig mit Estrichbeton ausgegossen.
  4. Nachdem der Beton durchgetrocknet ist, wird die gesamte spätere Terrassenfläche mit Unkrautvlies ausgelegt.
  5. Auf jeden mit Estrichbeton ausgefüllten Bohrloch kommt ein Sockelstein mit den Abmessungen 15 x 15 x 10 Zentimeter oder größer. Eventuelle Höhenunterschiede können mit Keilen aus Kunststoff oder mit Estrich ausgeglichen werden.
  6. Zum Abschluss werden die Sockelsteine mit entsprechend zugeschnittenen Teichfolienstücken abgedeckt, um einen direkten Kontakt mit Regenwasser zu vermeiden.

Bei der dritten Methode kommen Stelzen aus Kunststoff zum Einsatz, die es in unterschiedlichen Bauweisen gibt. Sie können in der Höhe verstellt werden und eignen sich deshalb besonders gut zum Ausgleich von unebenen und schiefen Flächen. Die Füße der Stelzen werden auf Steinplatten verschraubt. Die tragenden Balken für den Holzbelag der Terrasse können je nach Ausführung der Stelzen mit diesen verschraubt oder festgeklemmt werden.
Der Unterbau, der direkt mit den Bodendielen verbunden wird, besteht in der Regel ebenfalls aus Holz. Für die Konstruktion eignet sich allerdings nicht jedes Holz, deshalb muss auf bestimmte Merkmale geachtet werden.
UV-Beständigkeit: Obwohl die Unterkonstruktion von den Terrassendielen verdeckt wird, sollte das Holz UV-beständig sein, denn durch Sonneneinstrahlung kann es auch hier zu einer Brüchigkeit kommen. Je stabiler das Material ausfällt, desto besser für die gesamte Tragfähigkeit und Lebensdauer.

Wetterresistenz: Regen, Schnee und Minustemperaturen beanspruchen das Holz des Unterbaus nahezu genauso stark wie die Dielen. Ist das Material ungeeignet, kommt es bald zu Aufschwemmungen und Ausplatzungen.

Angleichung an den Bodenbelag: Dass Holz unter Witterungs- und Umgebungseinflüssen arbeitet und sich im Laufe der Zeit verzieht, ist bekannt. Hier hat jede Holzart ihre spezifischen Eigenschaften. Deshalb ist es optimal, wenn für Unterbau und Terrassendielen das gleiche Holz verwendet wird, um eine vorzeitige Renovierung der Tragekonstruktion zu vermeiden. Informationen über geeignete Hölzer für den Terrassenbau folgen in den weiteren Abschnitten.

Einsatz von Aluminumprofilen für den Unterbau

Statt Holzbalken werden für den Unterbau auch Aluminiumprofile verwendet. Sie sind teurer, haben aber den Vorteil, dass sie absolut gerade sind, sich nicht verziehen und sich für nahezu alle Arten von Holzdielen eignen. Darüber hinaus benötigen sie auf ihrer Länge nicht so viele Stützen. Das ermöglicht größere Abstände bei der Verlegung und bedeutet einen geringeren Materialverbrauch. Zur Befestigung der Dielen auf den Aluprofilen gibt es selbstschneidende Schrauben aus Edelstahl.

 

Ein nützlicher Tipp: Ob Sie die Lage Ihrer Holzterrasse direkt am Haus oder freistehend im Garten planen – eine unmittelbare Nachbarschaft zu Bäumen sollten Sie vermeiden. Im Baumbereich kann sich mehr Feuchtigkeit ansammeln, wodurch die Dielen rutschiger werden und sich die Gefahr von Fäulnis gegenüber einem sonnigen Standort vergrößert.

Das richtige Holz für die Holzterrasse

Wenn Sie darangehen, sich das passende Holz für Ihre Terrasse auszusuchen, haben Sie sprichwörtlich „die Qual der Wahl“. Es gibt zahlreiche heimische als auch tropische Hölzer, die sich als Bodenbelag eignen. Die tropischen Varianten sind besonders hart und zeichnen sich durch kurze Fasern aus, was ihnen eine recht splitterfreie Oberfläche verleiht. Für Menschen, die im Sommer gerne und hauptsächlich barfuß laufen, stellen sie eine hervorragende Lösung dar.

Ob heimisches oder tropisches Holz – ein wichtiges Kriterium für die Wahl sind natürlich auch Ihre individuellen Wünsche bezüglich des Aussehens. Soll es eher ein helles oder ein dunkles Holz sein? Wie verändert sich die Farbe, wenn der Belag einige Jahre den Witterungseinflüssen ausgesetzt war? Wie sieht die Maserung aus? Und schließlich spielt auch eine Rolle, über welches Budget Sie für Ihre Holzterrasse verfügen, denn die Preisunterschiede können von Holzart zu Holzart erheblich ausfallen.

Bevor es aber an die Vorstellung der geeigneten Hölzer für Ihre Terrasse geht, soll an dieser Stelle zunächst ein grundsätzlicher Punkt angesprochen werden: Nachhaltigkeit.

Achten Sie auf Nachhaltigkeit – das FSC Gütesiegel

Nachhaltigkeit ist ein Thema, das sich heutzutage durch fast alle Lebensbereiche zieht – im Hinblick auf Ökologie und Umweltschutz sicherlich zu Recht. Achten Sie deshalb bei der Auswahl des Terrassenholzes darauf, dass es aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt und das FSC-Gütesiegel trägt.

Die Abkürzung FSC steht für „Forest Stewardship Council“. Es handelt sich dabei um eine internationale Non-Profit-Organisation, die ein anerkanntes Zertifizierungssystem für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung geschaffen hat und auch das FSC-Gütesiegel vergibt. Dieses Siegel erhalten nur Hölzer, die zehn definierte Prinzipien erfüllen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die entsprechenden Wälder einer unberührten Natur gleichkommen oder dass ihnen nur wenig Holz entnommen wird.

Zusammenfassend gesagt, müssen die zertifizierten Forstbetriebe ihr Wirtschaften ökologisch anpassen und dabei sicherstellen, dass die Entnahme von Hölzern auf eine Weise geschieht, die die Artenvielfalt, die ökologischen Prozesse sowie die Produktivität des bewirtschafteten Waldes erhalten und sicherstellen. Gleichzeitig muss die Bewirtschaftung sozial verträglich und förderlich sein, damit die lokale Bevölkerung – beispielsweise die indigenen Völker in Südamerika – aber auch die Gesamtgesellschaft von einem langfristigen Nutzen profitieren kann. Es sollen dadurch Anreize geschaffen werden, die Ressourcen des Waldes zu schonen und dauerhafte Bewirtschaftungspläne einzuhalten. Damit die angeschlossenen Forstbetriebe rentabel sein können, ist nach den FSC-Vorgaben eine strukturierte Steuerung erforderlich, die zwar Gewinne einbringt, aber nicht auf Kosten der Waldressourcen, des gesamten Ökosystems oder der betroffenen Bevölkerung geht.

Geeignete Holzarten für Ihre Holzterrasse

Vielleicht planen Sie, Ihre Holzterrasse zu überdachen, sei es in Form einer flexiblen Markise oder eines Lamellendaches. Grundsätzlich bleibt aber festzuhalten, dass dieser Außenbereich permanent gewissen Witterungs- und Umwelteinflüssen ausgesetzt ist: Sonne, Regen und Wind, Schnee, Kälte und Frost, Staub und Abgasen.

Hinzu kommen noch Ihre ganz persönlichen Nutzungsgewohnheiten: Wie viele Menschen den Terrassenbelag wie häufig „mit Füßen treten“, ob Kinder ausgelassen auf der Terrasse toben und auch mal Spielzeug herumwerfen, aus welchem Material Ihre Terrassenmöbel bestehen, ob Sie häufig grillen etc.

Das gewählte Holz muss also diesen Belastungen über einen langen Zeitraum gewachsen sein. Es gibt zahlreiche heimische und tropische Hölzer, die sehr strapazierfähig sind und Ihnen lange Freude bereiten. Die wichtigsten möchten wir Ihnen in den folgenden Abschnitten vorstellen.

Was hat es mit den Begriffen Nutzungs-, Gebrauchs- und Dauerhaftigkeitsklasse auf sich?

Holz wird in drei verschiedene Klassen eingeordnet: eine Nutzungs-, eine Gebrauchs- und eine Dauerhaftigkeitsklasse. Was Fachleuten schnell einleuchtend erscheint, ist für Laien, die sich eine Holzterrasse zulegen oder ein anderes Projekt mit Holz angehen möchten, sicherlich erklärungsbedürftig. Diese Begriffe sind jedoch gerade im Zusammenhang mit einer Holzterrasse wichtig, damit das Material konstruktiv geschützt und eine fehlerfreie und korrekte Verbauung gewährleistet werden kann.

Als zukünftiger Bauherr einer Holzterrase sollten Sie die Bedeutung der Begriffe sowie die Unterschiede zwischen ihnen kennen, denn schließlich haben Sie vor, eine größere Summe Geld zu investieren, um Ihr Heim zu verschönern und für den Alltag noch lebenswerter zu machen.

Die Nutzungsklassen

Die Nutzungsklassen (NKL) enthalten Bestimmungen über die Festigkeitswerte von Hölzern sowie zur Berechnung von Verformungseigenschaften unter bestimmten Umgebungsbedingungen. Sie sind im Eurocode 5 (DIN EN 1995-1-1, fürher DIN 1052) festgeschrieben und gelten in allen Bundesländern als verbindliche Norm für die Statikberechnung von Holzbauwerken.

Für die Bestimmung der Festigkeit ist die Feuchte des Holzes ein wesentlicher Indikator. Deren Werte werden hauptsächlich für die Bemessung und die Konstruktionsplanung von Holzbauten benötigt. Die Einteilung ist von Bedeutung, da die Festigkeit von Holz und Holzwerkstoffen mit steigender Holzfeuchte stark abnimmt.

Insgesamt gibt es drei Nutzungsklassen.

Nutzungsklasse 1: Geeignet für trockene Bereiche oder Gebiete bzw. geschlossene und beheizte Räume. In diese Klasse gehören Bauhölzer, die einen Feuchtegehalt aufweisen, der einer Lufttemperatur von 20 °C entspricht sowie einer relativen Luftfeuchtigkeit von 65 Prozent für die Zeit von einigen Wochen im Jahr. Beispiele sind Wohnhäuser und Bürogebäude, Sporthallen, Versammlungsräume oder beheizte Lagerhallen.

Nutzungsklasse 2: Geeignet für feuchte Bereiche oder Gebiete und überdachte, offene Bauwerke. In der NKL 2 ist das Bauholz einer Umgebungstemperatur von 20 °C sowie einer Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, die wiederum für einige Wochen pro Jahr 85 Prozent oder mehr beträgt. Beispiele: unbeheizte Lagerhallen, nicht ausgebaute Dachböden, offene Sporthallen.

Nutzungsklasse 3: Hölzer der NKL 3 sind Witterungseinflüssen direkt ausgesetzt und müssen widerstandsfähig gegen klimatische Bedingungen sein, die zu einer höheren Holfeuchte als in der NKL 2 führen. Hierunter fällt dann auch das Holz für Ihre Terrasse.

Die Gebrauchsklassen

Bei den Gebrauchsklassen (GKL) – früher als Gefährdungsklassen bezeichnet – gibt es sechs Einstufungen laut DIN EN 355 (2013-06), die neben einer Auswaschbeanspruchung und Moderfäule auch biotische Feinde berücksichtigen, darunter holzzerstörende Pilze und Insekten sowie Schädlinge im Wasser.

Die GKL erweisen ihren Nutzen bei der Bewertung von Planungen und Konstruktionen für Holzbauten. Hier gilt: je niedriger die GKL, desto weniger Schutz ist für das Holz erforderlich.

Gebrauchsklasse 0: Das Holz befindet sich in Innenräumen, ist permanent trocken und kommt weder mit Süß- noch Salzwasser in Kontakt. Ablagerungen und Verschmutzungen sind nicht zu erwarten. Darüber hinaus ist das Material nicht durch Trockenholzinsekten gefährdet, also praktisch jedes Risiko ausgeschlossen. Schutzmaßnahmen sind nicht erforderlich.

Gebrauchsklasse 1: Das Holz wird in Innenbereichen verbaut und unterliegt weder einer Befeuchtung noch anderen Witterungseinflüssen. Als vorbeugende Schutzmaßnahme ist nur eine Behandlung mit Holzschutzmitteln gegen holzschädigende Insekten erforderlich.

Gebrauchsklasse 2: Der Baustoff befindet sich unter einem Dach und ist geschützt vor starker Witterung wie Regen oder Schlagregen. Sporadisch auftretende Befeuchtung und die Bildung von Kondenswasser ist jedoch möglich, so dass ein vorbeugender Schutz gegen Pilze und holzschädigende Insekten notwendig wird.

Gebrauchsklasse 3: Hölzer der GKL 3 werden über dem Erdboden verwendet, sind aber nicht durch ein Dach geschützt und deshalb verschiedenen Witterungseinflüssen, vor allem Regen, ausgesetzt. Hier gibt es zwei Unterklassen, in die auch Terrassendielen einzuordnen sind.

GKL 3.1: Es staut sich kein Wasser, und das Holz bleibt nicht über eine längere Zeit hinweg nass. Die Norm verlangt einen Schutz vor Auswaschung sowie Maßnahmen gegen holzschädigende Pilze und Insekten.

GKL 3.2: Wasser kann sich stauen, das Holz bleibt für längere Zeiträume nass. Erforderlich ist ein Schutz gegen Auswaschung sowie gegen holzschädigende Pilze und Insekten.

Gebrauchsklasse 4: Hölzer, die direkt auf dem Erdboden oder mit direktem Kontakt zu Süßwasser verbaut werden, fallen in die GKL 4. Sie müssen gegen Insekten, Pilze, Auswaschung und Moderfäule geschützt werden.

Gebrauchsklasse 5: In diese Klasse gehören Hölzer, die regelmäßig oder permanent mit Salzwasser in Kontakt kommen bzw. eingetaucht sind.

Die Dauerhaftigkeitsklassen

Die Dauerhaftigkeitsklassen (DHK) beschreiben die natürliche, biologische Dauerhaftigkeit einer Holzart. Darunter ist unter anderem die Eigenschaft zu verstehen, wie widerstandsfähig ein Holz ohne besondere Schutzmaßnahmen gegen den Befall mit Holzschädlingen ist. Angaben zur natürlichen Dauerhaftigkeit sowie die Einstufung der wichtigsten Hölzer sind in der Norm DIN EN 350-2 zu finden. Da schädliche Insekten bei Holzprodukten für den Außenbereich eine eher untergeordnete Rolle spielen, wird bei der Einstufung der Hölzer die Widerstandsfähigkeit gegen Pilzbefall zu Grunde gelegt.

Es gibt fünf Dauerhaftigkeitsklassen von 1 (= sehr dauerhaft) bis 5 (= nicht dauerhaft). Die nachfolgende Liste zeigt die durchschnittliche Standzeit und liefert Beispiele für Hölzer der einzelnen Klassen.

DHK 1: sehr dauerhaft – mindestens 25 Jahre – Ipe, Cumaru, Teak, Massaranduba
DHK 2: dauerhaft – etwa 15 bis 25 Jahre – Bangkirai, Bongossi, Garapa, europäische Eiche
DHK 3: mäßig dauerhaft – etwa 10 bis 15 Jahre – sibirische Lärche, Douglasie
DHK 4: wenig dauerhaft – etwa 5 bis 10 Jahre – Fichte, Tanne
DHK 5: nicht dauerhaft – weniger als 5 Jahre – Esche, Buche, Birke, Ahorn

Einige Hölzer sind nicht eindeutig einer Klasse zuzuordnen wie die Akazie und Robinie (DHK 1-2) oder Kiefer und Lärche (DHK 3-4).

Heimische Hölzer für die Holzterrasse

Bei heimischen Hölzern können Sie davon ausgehen, dass sie aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammen und ökologisch völlig unbedenklich sind. Zudem sind sie in der Regel preisgünstiger als tropische Hölzer. Die Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Verwitterung unterscheidet sich ohne einen chemischen Schutz je nach Holzart. Wenn eine Holzterrasse überdacht wird, macht sich der Wechsel von Sonnenschein und Regen, Kälte und Hitze nicht ganz so stark bemerkbar, als wenn sie gänzlich frei liegt. In letzterem Fall ist es empfehlenswert, wenn Sie sich bei der Auswahl für die Dauerhaftigkeitsklasse 1 oder 2 entscheiden, Die wichtigsten Holzarten aus heimischen Gefilden sind die folgenden.

Lärche

Das Nadelholz hat die DHK 3-4, die für mäßig bis wenig dauerhaft steht. Die Farbe ist anfangs bräunlich-rot bis gelb und nimmt später ein natürliches Grau an. Der Schwund ist nur gering, ebenso die Neigung zum Werfen, Reißen und Splittern. Lärche ist recht hart, zäh, elastisch und und auch in unbehandelter Form widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse. Wurmfraß ist nicht zu befürchten.

Douglasie
Die Douglasie ist ebenfalls ein Nadelbaum mit der DHK 3-4. Ihr Holz ist gelblich-braun bis leicht rötlich gefärbt und hat eine ausgeprägte Maserung, dunkelt aber mit der Zeit nach. Douglasienholz überzeugt durch eine hohe Festigkeit, insektenfestes und astfreies Kernholz. Die Witterungsbeständigkeit ist nur mäßig. Teilweise kann Harz austreten.
Robinie

Die Robinie oder Scheinakazie ist als sehr dauerhaft bis dauerhaft eingestuft (Dauerhaftigkeitsklasse 1-2). Das Holz kann weiß bis hellgelb, im frischen Kernholz auch gelb-oliv bis hellbraun ausfallen. Später dunkelt es nach und nimmt einen gold-bräunlichen Farbton an. Die Bäume bringen nur selten langes Material hervor, da sie drehwüchsig sind, eignen sich aber für Bodenbeläge.

Kiefer und Fichte
Das wenig dauerhafte Holz (Klasse 4) von Kiefer und Fichte hat eine hell- bis rötlich-gelbe Farbe und dunkelt nach. Es ist sehr weich, so dass sich Abdrücke von Möbeln bilden können. Auch die Splittergefahr ist relativ hoch, weshalb Barfußgehen eher nicht zu empfehlen ist. Die Neigung zum Reißen und Werfen ist nur gering ausgeprägt, die Witterungsbeständigkeit mäßig. Als Material für eine Holzterrasse sollte es nur mit einer Imprägnierung verwendet werden, da es anfällig für Wurmfraß, Insekten- und Pilzbefall ist.
Eiche

Das grau- bis rötlich-braune Holz von Eichen hat die DHK 2 (dauerhaft) und dunkelt mit der Zeit nach. Während das Kernholz gut witterungsfest ist, neigt das Splintholz zu Insekten- und Pilzbefall. Schwund, Rissbildung und Werfen treten nur mäßig auf.

Western Red Cedar
Das Holz der Western Red Cedar ist relativ weich. Die Farbtöne variieren von gelb und rot zu braun, verändern sich jedoch nach einiger Zeit zu Grau. Da Eisen durch den Werkstoff stark korrodiert, sollten zur Befestigung nur Schrauben aus Edelstahl verwendet werden.
Behandelte Hölzer

Weitere heimische Hölzer wie beispielsweise Esche und Buche, aber auch Kiefer, kommen als sogenanntes Thermoholz auf den Markt. Es wird mit einem speziellen Verfahren behandelt, durch das das Holz resistent gegen Fäulnis und wasserabweisend wird. Es ist zudem splitterfrei und rutschfest.

Ein anderes Verfahren ist die Kesseldruckimprägnierung. Sie schützt das Holz auf Dauer, allerdings nur, wenn sie richtig durchgeführt wird. Der Prozess dauert einige Stunden, wenn wirklich eine gute Qualität erzeugt werden soll. Leider gibt es Anbieter auf dem Markt, die ihr Holz nur kurz in das Imprägnierbad tauchen, so dass kein dauerhafter Schutz gewährleistet ist. Rein optisch lässt sich nicht feststellen, wie gut eine Kesseldruckimprägnierung ist.

Noch relativ neu – seit 2007 erhältlich – ist Accoya-Holz. Dabei handelt es sich um schnell wachsendes, nachhaltiges und zertifiziertes Holz, das mit einem Acetylisierungsverfahren veredelt wird und sich besonders gut für Projekte im Außenbereich wie Türen, Fenster und eben auch Holzterrassen eignet. Es ist sehr dauerhaft und beständig gegen Nässe, Feuchtigkeit und Verrottung.

Kebony ist eine Modifizierungsart des gleichnamigen norwegischen Unternehmens, die für eine geringere Wasseraufnahmefähigkeit bei Kiefernholz sorgt, es härter und resistenter gegen Fäulnis macht.
Schließlich gibt es noch Verbundwerkstoffe, beispielsweise WPC (Wood-Plastic-Composites) aus Holz, Papierflocken und Kunststoff. Es fühlt sich ähnlich angenehm an wie Holz, ist rutschfest und splitterfrei und benötigt nur sehr wenig Pflege.

Tropische Hölzer für die Holzterrasse

Tropische Bäume müssen sich in ihrer angestammten Heimat gegen deutlich aggressivere Schädlinge behaupten als heimische Gehölze. Deshalb haben sie im Laufe ihrer Evolution ihre sehr dichte Faserstruktur entwickelt und lagern obendrein noch verschiedene ätherische Öle ein, die gegen Pilzbefall helfen. In puncto Strapazierfähigkeit und Lebensdauer sind sie heimischen Baumarten deutlich überlegen und nahezu unverwüstlich.

Die Regenwälder, aus denen viele Tropenhölzer stammen, werden jedoch durch Monokulturen und ungebremsten Raubbau stark gefährdet. Deshalb sollten Sie beim Kauf von Terrassenholz darauf achten, dass dies nur aus einer naturnahen und nachhaltigen Forstwirtschaft stammt, die den lokal lebenden Bevölkerungsgruppen außerdem ein Leben unter erträglichen sozialen Bedingungen ermöglicht. Die Ökologie innerhalb dieser Forstwirtschaften ähnelt dem primären Wald und ist ein wichtiger Faktor im Kampf gegen illegal geschlagene Hölzer. Sie erkennen solch tropisches Holz an der FSC-Zertifizierung.

Tropenholz bietet Ihnen auf jeden Fall eine deutlich längere Nutzungsdauer für den Belag ihrer Holzterrasse. Allerdings müssen Sie damit rechnen, dass die Preise ungefähr drei- oder viermal so hoch ausfallen wie bei heimischen Holzarten. In den folgenden Abschnitten finden Sie kurze Beschreibungen der wichtigsten und beliebtesten tropischen Hölzer für Ihre Holzterrasse.

Bangkirai
Bangkirai mit seiner rötlich-braunen Färbung ist astfrei und verzieht sich nicht. Die Einstufung erfolgt in DHK 2. Vollständig durchgetrocknet hat das Holz ein höheres Gewicht als Wasser. Zusätzlich enthält es reichlich Öl, das es unempfindlich gegen Pilze, Insekten und Umwelteinflüsse macht. Bei Bedarf kann Bangkirai auch für die tragende Konstruktion einer Holzterrasse genutzt und direkt in den Boden eingebracht werden.
Teak

Teak ist ein Klassiker, der auch für hochwertige Terrassenmöbel verarbeitet wird. Das gelblich bis braun schimmernde Holz stammt aus dem südostasiatischen Raum und zeigt keine Verwerfungen oder Risse. Seine Bearbeitung gilt als einfach und unkompliziert, führt durch die eingelagerte Kieselsäure im Stamm jedoch zu einem schnellen Stumpfwerden der Schneidewerkzeuge. Unter Experten wird Teakholz von natürlichen Standorten dauerhafter als solches aus Plantagen geschätzt und erhält deshalb die Dauerhaftigkeitsklasse 1. Für Plantagenholz werden die Einstufungen 1 bis 3 vergeben, da es hin und wieder von einem Weißfäulepilz befallen werden kann. Teak ist frei von Ästen und enthält ätherische Öle, die den Werkstoff vor Verrottung schützen. Die Farbe verblasst mit den Jahren, ohne dass jedoch die Qualität angetastet wird.

Bongossi

Bongossi stammt aus Westafrika, wo es zu den schwersten und härtesten Hölzer gilt. Zuweilen wird es auch unter dem Namen Azobe angeboten. Seine natürlichen Eigenschaften und die hohe Beständigkeit gegen Insekten- und Pilzbefall machen es zu einem ausgezeichneten Belag für die Holzterrasse. Neues Bongossi-Holz hat eine warme rotbraune Farbe, die sich mit der Zeit in ein Schokoladenbraun wandelt.

Garapa

Garapa hat eine auffällige mandelähnliche Farbe, was dem Holz eine sehr individuelle Erscheinung verleiht und auch ausgefallenen Wünschen in puncto Terrassenholz nachkommt. Es gehört zu den hellsten Harthölzern aus Südamerika und kommt mit einer glatt gehobelten Oberfläche besonders gut zur Geltung. Die Formstabilität ist gut, Splitter- und Rissbildung treten nur vereinzelt auf. Eingestuft in die DHK 1-2 können Sie getrost von einer Nutzungsdauer von mindestens 20 Jahren ausgehen. Garapa ist frei von Ästen und sehr verzugsarm, höchst widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse, Pilze und Insekten. Wenn Sie sich für diese Sorte entscheiden, erhalten Sie einen sehr robusten und exklusiven Terrassenboden, der häufig auch in Wellnessräumen und Poolbereichen Verwendung findet.

Massaranduba

Dieses Holz stammt ebenfalls aus Südamerika. Die charakteristische Struktur bietet ein homogenes Erscheinungsbild, unterstrichen durch den dunkelroten Farbton, der sich mit zunehmendem Alter zu einem rötlich-dunkelbraunen Aussehen verändert. Massaranduba ist sehr hart und schwer, widerstandsfähig und astarm. Sehr gute Widerstandsfähigkeit gegen Pilzbefall und Witterung sorgen für eine Einstufung in der DHK 1. Unbehandelt nehmen die Dielen mit der Zeit einen grauen Farbton an, deshalb sollten sie in jährlichem Rhythmus mit Öl behandelt werden, um den typischen Farbton zu erhalten.

IPE

Ipe wird unter die Hölzer mit der höchsten natürlichen Härte gerechnet und kommt deshalb nicht für Holzterrassen oder Poolumrandungen in Frage, sondern wird unter anderem auch im Brückenbau eingesetzt. Die Farbgebung reicht von hellbraun bis olivgrün, wobei hellere und dunklere Partien einander abwechseln können und für ein besonders individuelles Aussehen sorgen. Fachleute schätzen die hohe Festigkeit gegen Druck und Verbiegungen, die geringe Anfälligkeit zum Aufquellen und Schwinden sowie die kaum vorhandene Splitterbildung. Die Nutzungsdauer diese besonders edlen und hochwertigen Holzes beträgt mindestens 25 Jahre, weshalb es ganz klar in die DHK 1 gehört. Eine regelmäßige Pflege mit geeigneten Ölen trägt zu einer längeren Haltbarkeit bei und bewahrt den natürlichen Farbton des Holzes.

Cumaru

Cumaru weist ähnliche Eigenschaften auf wie Ipe und wird auch unter die härtesten Holzarten überhaupt gerechnet. Es stammt meist aus Südamerika, hat eine hohe Dichte und hält im Außenbereich ohne Probleme 25 Jahre und mehr (DHK 1). Die Farbtöne reichen von hellbraun bis rotbraun. Wegen seiner sehr geringen Neigung zum Splittern ist es empfehlenswert für Familien mit kleinen Kindern, die häufig auf der Terrasse spielen, und für Haustierhalter.

Bambus

 Bambus ist zwar kein Holz, sondern eine Grasart, trotzdem sei das Material an dieser Stelle erwähnt, da es sich auf Grund seiner hohen Strapazierfähigkeit sehr gut für den Bau einer Holzterrasse eignet. Bambus ist stabil, hart und resistent gegen Schimmel und Pilzbefall. Vor allem zeichnet er sich durch sein schnelles Wachstum aus. Während Bäume 30 bis 50 Jahre benötigen, bevor sie geschlagen und genutzt werden können, ist dies bei Bambus bereits nach drei bis fünf Jahren der Fall. Deshalb ist er eine gute ökologische Alternative zu tropischen Hölzern. Bei besonders günstigen Umweltbedingungen kann Bambus bis zu einem Meter pro Tag wachsen.

Dielen oder Fliesen für die Hozterrasse?

Eine Frage, die Sie bei der Planung einer Holzterrasse berücksichtigen müssen, ist: Soll die Ausführung des Bodens mit Dielen oder Fliesen erfolgen?

Dielenbretter erhalten Sie in vielen unterschiedlichen Holzarten mit Längen von zwei bis vier Metern bei einer Breite von etwa 14 Zentimetern und einer Stärke von zwei bis drei Zentimetern. Die entsprechenden Unterkonstruktionen werden mit Lagerhölzern in den Abmessungen von ca. vier mal sieben Zentimetern und bis zu drei Metern Länge ausgeführt. Die Oberflächen der Dielen können geriffelt sein, was einen besseren Schutz gegen Ausrutschen bietet. Die Optik können Sie auflockern, indem Sie zwei unterschiedliche Breiten für die Dielen wählen und miteinander kombinieren oder durch eine schräge Verlegung.

Auch die Ausrichtung zur Hauswand spielt eine Rolle. Mit parallel zur Hauswand verlegten Brettern können Sie Ihre Terrasse optisch in die Breite ziehen. Im rechten Winkel zur Wand verlegt, verleihen die Dielen der Holzterrasse mehr Tiefe. Eine diagonale Verlegeart schließlich lässt den Außenbereich in beide Richtungen größer erscheinen, als er tatsächlich ist.

Holzfliesen bietet der Markt meist in quadratischer Form und in den Abmessungen von 50 mal 50 Zentimetern bei einer Stärke von zwei bis vier Zentimetern an. Die Verlegung geschieht in der Regel in einem Schachbrettmuster, wobei der Boden bei kleinen Terrassen eine unruhige Wirkung erhalten kann. Holzfliesen haben den Vorteil, dass sie schnell und einfach auf vorhandenen Untergründen verlegt werden können und beispielsweise unansehnlichen Belägen aus Waschbeton, Stein oder alten Keramikfliesen ein frisches und ansprechendes Aussehen verleihen.

Manchmal verfügen die Holzquadrate über höhenverstellbare Füßchen, so dass Unebenheiten ausgeglichen werden können und ein Einebnen überflüssig ist. Weitere Vorteile: Die Roste lassen sich schnell wieder abbauen und bei einem eventuellen Umzug einfach mitnehmen, außerdem können Sie für eine Reinigung des Untergrunds leicht weggeräumt und anschließend wieder ausgelegt werden. Bei Holzfliesen mit einem Klick-System ersparen Sie sich auch die Montage mit Schrauben.

Die richtige Verlegung für Ihre Holzterrase

Viele Probleme, die bei Terrassenbelägen aus Holz auftreten können, liegen nicht am verwendeten Werkstoff, sondern an einer mangelhaften Verlegung. Denn je nachdem, wie diese ausgeführt wird, verhält sich jedes Holz anders. Deshalb sei an dieser Stelle noch einmal gesagt, dass das Verlegen durch einen professionellen Fachbetrieb mit seinem Know-how und seiner Erfahrung die bessere Alternative zum Do-it-yourself ist.

Der Verbundwerkstoff WPC beispielsweise arbeitet nicht so stark wie natürliches Holz. Deshalb kann man ihn durchaus von unten verschrauben bzw. klammern. Holz, das bei Feuchtigkeitseinfluss aufquillt und sich bei Trockenheit wieder zusammenzieht, wird besser von oben verschraubt. Wenn Sie Thermoholz einsetzen möchten, das nicht so belastbar ist wie ein tropisches Hartholz, müssen die tragenden Balken der Unterkonstruktion deutlich enger beieinander gesetzt werden.

Wenn der Unterbau vollendet ist, geht es an die Verlegung der Dielen. Der Start erfolgt an einer Seite, wobei die erste Diele bündig mit der Kante und exakt rechtwinklig zu den Tragebalken liegen muss. Sobald die Ausrichtung korrekt durchgeführt wurde, kann die Diele mit jeweils zwei Schrauben auf jedem Balken fixiert werden. Dieser Arbeitsschritt lässt sich dadurch vereinfachen, wenn die Löcher für die Schrauben vorab gebohrt werden.

Die Schrauben müssen ausreichend dimensioniert sein, damit sie die Dielen langfristig fest auf der Unterkonstruktion halten. Denn jeder Schritt auf Ihrer Terrasse bedeutet nicht nur eine Belastung für das Holz, sondern auch für die Befestigungsmittel. Die Wahl des richtigen Materials für die Schrauben ist ebenfalls zu beachten, denn manche tropischen Hölzer führen bei bestimmten Metallen zu Verfärbungen.

Zwischen den einzelnen Dielenbrettern und zwischen Hauswand und Holz werden Abstandshalter eingefügt, die einen Spielraum von etwa fünf Millimetern schaffen. Der Abstand ermöglicht es dem Holz, sich je nach Witterung zusammenzuziehen und auszudehnen, ohne dass es zu Verwerfungen kommt.

Mit einer parallelen, rechtwinkligen oder diagonalen Verlegung zur Hauswand können verschiedene Optiken erzeugt werden, wie bereits weiter oben beschrieben. Unterschiedliche Breiten und Längen der einzelnen Dielenbretter sorgen ebenfalls für eine optische Auflockerung des Gesamtbildes. Ihr Fachbetrieb kann Ihnen dazu nützliche Hinweise geben oder auch mittels CAD-Software eine genaue Visualisierung präsentieren.

So pflegen Sie die Holzterrasse optimal

Wenn Ihre neue Holzterrasse fertig ist, werden Sie wahrscheinlich Verschmutzungen feststellen, die durch den Transport und durch die Verlegearbeiten auf der Oberfläche der Dielen entstanden sind. Reinigen Sie diese mit einer guten Wurzelbürste und eventuell etwas Wasser. Verwenden Sie keine Drahtbürste oder gar einen Hochdruckreiniger. Grundsätzlich sind immer die Pflegehinweise des jeweiligen Dielenherstellers zu beachten.

Ob Sie das Holz Ihrer Terrasse behandeln wollen oder nicht, ist nicht nur eine Geschmacksfrage, sondern hängt auch von der gewählten Holzart ab. Bei unbehandeltem Holz weist die Oberfläche offene Poren auf, die anfällig für Schmutz und Witterungseinflüsse sind. Deshalb ist es empfehlenswert, neue Dielen nach etwa einem halben Jahr mit einem geeigneten Öl zu streichen. Der Markt hält hierfür auf die Holzart abgestimmte Produkte bereit, beispielsweise für Bangkirai oder Douglasie. Eine Ölbehandlung bietet sich vor allem auch an, wenn der ursprüngliche Farbton erhalten bleiben und eine Vergrauung des Holzes vermieden werden soll. Manche Menschen mögen aber gerade diese silbrig-graue Patina, die sich über die Zeit hin bildet.

Holzterrasse abschleifen

Holz „lebt“ auch noch lange, nachdem es geschlagen und verarbeitet wurde. Das gilt vor allem für Produkte aus Holz, die sich im Außenbereich befinden und durch häufige Belastung strapaziert werden. Sie sollten deshalb von Zeit zu Zeit die Oberfläche Ihrer Holzterrasse auf mögliche kleine Schäden untersuchen. Es kann sich verziehen oder Risse bekommen. Manchmal richten sich einzelne Fasern auf, wodurch es zu einer Splitterbildung kommt.

Aufgerichtete Fasern könne sie recht einfach mit einem scharfen Messer und Schleifpapier beseitigen, damit keine größeren Späne entstehen, die bei Barfußläufern zu unangenehmen Verletzungen führen können. Es kann nach einigen Jahren nötig werden, dass Ihre Holzterrasse trotz regelmäßiger Reinigung und Pflege mit Öl eine gründlichere Behandlung braucht, wenn Witterungseinflüsse wie Regen, Sonne, Schnee, Hitze und Kälte ihr zugesetzt oder sich sogar Flechten und Moose an einigen Stellen festgesetzt haben. In diesem Fall hilft ein Abschleifen der Dielen, um den Belag wieder wie neu aussehen zu lassen.

Gründe für das Schleifen

Die Optik ist ein triftiger Grund, die Dielen der Holzterrasse hin und wieder abzuschleifen. Ebenso wie Parkettfußboden in Innenräumen durch Sonneneinstrahlung nachdunkelt, verändert sich auch Holz im Außenbereich. Hier herrschen noch andere Witterungseinflüsse, und mit der Zeit nehmen die Dielen einen grauen Farbton an, der nicht nach jedermanns Geschmack ist.

Bedeutsamer und problematischer ist jedoch der Verlust der Schutzschicht, wodurch die Substanz der Dielen angegriffen werden kann. Feuchtigkeit lässt das Holz quellen und begünstigt im schlimmsten Fall das Auftreten von Schimmelpilzen sowie Attacken von Insekten und anderen Schädlingen. Risse treten auf und das Risiko von Splitterbildungen vergrößert sich. Deshalb ist das Schleifen der Holzdielen in erster Linie als Akt der Instandhaltung und Pflege zu sehen. Die schadhafte Oberfläche wird dabei abgetragen und anschließend mit einer neuen Ölbehandlung wieder versiegelt und aufs Neue geschützt.

Eine Ölbehandlung sollte einmal jährlich erfolgen. Das Abschleifen kann in größeren Intervallen geschehen, spätestens aber, wenn Sie Schäden an der Oberfläche der Dielen wahrnehmen.

Falls der Terrassenboden mit Rillen als Rutschschutz versehen ist, greifen Sie lieber zu einem Exzenterschleifer statt zu einem normalen Gerät. Bei Bedarf können Sie später die Rillen mit einem Dremel-Schleifaufsatz wieder auf die gewohnte Tiefe bringen.

So schleifen Sie Ihre Holzterrasse richtig

Bevor Sie mit dem Schleifen beginnen, sollten Sie die Dielen gründlich reinigen. Wenn Sie dabei Wasser zu Hilfe nehmen, warten Sie, bis das Holz wieder vollständig trocken ist. Es empfiehlt sich auch, genügend Zeit einzuplanen. Je nach Größe der Terrasse kann das Abschleifen einen ganzen Tag in Anspruch nehmen, deshalb sollten Sie am besten ein Wochenende nutzen, an dem es nicht zu regnen droht, sondern Sonnenschein angesagt ist. So trocknet das Holz schneller wieder ab.

Beginnen Sie den Schleifprozess mit einem gröberen Schleifpapier mit einer 100er oder 80er Körnung. Für dem zweiten Durchgang wählen Sie eine feinere Körnung, zum Beispiel eine 120er. Fegen Sie die Dielen anschließend gründlich sauber oder nutzen Sie einen Staubsauger für die Reinigung. Zum Abschluss behandeln Sie das Holz mit Öl und lassen dieses zwölf bis 24 Stunden einziehen, bevor Sie die Terrasse wieder nutzen.

Wichtig: Wenn Sie die Schleifarbeiten selbst durchführen und keinen Fachbetrieb beauftragen, achten Sie während der Tätigkeit auf eine schützende Ausrüstung. Gegen den auftretenden Staub sollten Sie auf jeden Fall eine Schutzbrille, eine Atemmaske und Handschuhe anziehen und Ihre Knie mit Knieschonern oder einem passenden Kissen schützen.

Wie steht es mit der Entsorgung?

Hier kommen wir noch einmal zum Thema Nachhaltigkeit. Sollte einmal der Zeitpunkt kommen, dass alte Terrassendielen gegen neue ausgetauscht werden müssen, stellt sich die Frage: Wohin mit dem alten Belag? Wenn es sich um ein unbehandeltes oder lediglich mit natürlichen Ölen gepflegtes Holz handelt, ist die Entsorgung relativ problemlos. Dies können Sie – falls vorhanden – sogar in Ihrem Kamin oder Ofen verbrennen, ohne dass es schädlich für die Umwelt wäre.

Bei kesseldruckimprägniertem Holz oder WPC sieht die Sache anders aus. Diese Materialien müssen auf eine Deponie oder werden eventuell vom ursprünglichen Hersteller zurückgenommen, falls es diesen noch gibt.

Die Vorteile einer Holzterrasse

Eine Holzterrasse schafft ein gemütliches Ambiente, sei es im Garten als Erweiterung des benachbarten Wohnzimmers oder als Dachterrasse. Das Gefühl wird nicht nur durch die Optik der Dielen hervorgerufen, sondern ganz besonders, wenn man an einem warmen Tag barfuß darüberläuft. Andere Materialien wie Stein oder Fliesen können das nicht vermitteln.

Wurde die Terrasse fachgerecht von einem professionellen Betrieb errichtet und für den Bodenbelag ein dauerhaftes Hartholz verwendet, hält sich auch der Pflegeaufwand in Grenzen. Wenn die ursprüngliche Farbe des Holzes erhalten werden soll, reicht es aus, einmal pro Jahr ein gutes Öl aufzutragen. Aber auch die silbrig-graue Patina, die sich mit der Zeit bildet, wird von zahlreichen Menschen sehr geschätzt. Nach einem längeren Gebrauch kann man den frischen Zustand durch Abschleifen der Oberfläche wiederherstellen.

Holz passt zu nahezu jedem Wohnstil und kann sowohl ein rustikales Ambiente wie auch eine schlicht-elegante Designerwohnung unterstreichen. Besonders gut harmonieren Holzdielen mit Kübelpflanzen, mit denen Sie Natur und Frische in Ihren Außenbereich bringen.

Aktuelle Trends bei Holzterrassen

In puncto Bodenbelag sind Holzdielen auf der Terrasse eher zeitlos, als dass sie einen Trend markieren. Es sind aber Entwicklungen bei Details zu beobachten, mit denen eine Terrasse ausgerüstet wird, um sie erst richtig gemütlich zu machen.

So lässt sich beispielsweise bei Terrassenüberdachungen und Schattenspendern beobachten, dass mehr und mehr Menschen auf Sonnenschirme verzichten, die nicht selten „irgendwie immer im Weg stehen“, und stattdessen mehr oder weniger große Sonnensegel über der Terrasse aufspannen, um bei starkem Sonnenschein in angenehmem Schatten sitzen können.

Klassische Markisen mit imprägnierten Textilien hingegen werden abgelöst durch Aufbauten mit einem Lamellendach. Die Lamellen können auch aus Holz oder aber aus Aluminium bestehen und lassen sich beliebig an den Winkel der Sonneneinstrahlung anpassen oder bei Regen vollständig schließen. Mit moderner Smart Home Technik können die Lamellen vollautomatisch oder per Fernbedienung individuell angesteuert werden. Wer noch mehr Schutz will, beispielsweise gegen Wind von der Seite, kann das Lamellendach um Seitenwände ergänzen, so dass schon fast ein Wintergarten entsteht.

Dieser Ratgeber dürfte ausführlich beschrieben haben, welche Schritte für die Planung und Errichtung einer Holzterrasse notwendig sind. Es gibt vieles zu beachten. Vor allem ist es aber wichtig, dass die Ausführung der verschiedenen Arbeiten fachgerecht erledigt werden muss, damit Sie viele Jahre Freude an Ihrem „Sommerwohnzimmmer“ haben. Deshalb an dieser Stelle noch einmal der Rat: Überlassen Sie diesen Job einem professionellen Betrieb mit viel Erfahrung und Wissen im Holzterrassenbau. Sie können sich viel Ärger und Frust ersparen und fahren auch finanziell günstiger. Denn eine vorzeitige Renovierung beispielsweise des Unterbaus verursacht unnötige Kosten, die sich durch einen Fachbetrieb vermeiden lassen.